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Familienunternehmer warnen vor europäischer Einlagensicherung

Archivmeldung vom 20.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Leere Kasse, Pleite, Armut & Insolvent (Symbolbild)
Leere Kasse, Pleite, Armut & Insolvent (Symbolbild)

Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Der Bundesvorsitzende des Verbandes der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlée, lehnt den Aufbau einer europäischen Einlagensicherung strikt ab. "Dass deutsche Sparer für Risiken in anderen Ländern eintreten, halte ich für nicht vertretbar", sagte von Eben-Worlée dem "Handelsblatt". In der Finanzkrise habe sich gezeigt: "Je mehr Staatshaftung es gibt, desto mehr Risiken gehen die Banken ein." Das Auseinanderfallen von Risiko und Haftung sei "eines der großen Probleme, die wir in Europa haben".

Der neue Eurogruppen-Chef Mario Centeno hatte sich zuvor für den Aufbau einer europäischen Einlagensicherung stark gemacht. "Bis zum EU-Gipfel im März müssen wir uns klarwerden über die Reformagenda, damit wir beim Gipfel im Juni liefern können", sagte er dem "Handelsblatt". Dazu gehöre auch die erste Stufe einer gemeinsamen Einlagensicherung (Edis). "Idealerweise wird das Bestandteil des Pakets sein, das wir bis Juni beschließen." In der Bundesregierung und bei deutschen Banken stößt Edis bislang auf Skepsis. Es wird befürchtet, dass heimische Geldhäuser in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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