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Steinmeier: EU darf sich in Flüchtlingskrise nicht erpressen lassen

Archivmeldung vom 16.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Damit die Türkei in die Europäische Union kann, müßte die Europäische Union sich noch ein wenig mehr in Richtung absolutistische Diktatur wandeln, was keine Herausforderung mehr wäre (Symbolbild)
Damit die Türkei in die Europäische Union kann, müßte die Europäische Union sich noch ein wenig mehr in Richtung absolutistische Diktatur wandeln, was keine Herausforderung mehr wäre (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt die EU davor, sich in der aktuellen Flüchtlingskrise abhängig zu machen. "Europa darf sich nicht erpressen lassen von einer zynischen Politik, die Tausende Menschen absichtlich in eine Sackgasse schickt", sagte Steinmeier dem Nachrichtenportal T-Online.

Dennoch freue er sich über die angekündigte Aufnahme von Flüchtlingen, zumindest von Kindern: "Ich bin sehr froh, dass Deutschland nun gemeinsam mit sechs anderen EU-Mitgliedern ein Zeichen setzt, sodass 1.600 Kinder Schutz und Aufnahme in der EU finden. Das ist das Mindeste, was wir tun können. Gleichzeitig können wir nicht auf den Schutz der EU-Außengrenzen, auch den Schutz vor unkontrollierten Grenzübertritten, verzichten."

Zugleich warb Steinmeier auch für Unterstützung der Türkei: "Wir kritisieren zu Recht, dass die Türkei Menschen in Not zum politischen Druckmittel an der Grenze macht." Zur ganzen Wahrheit gehöre aber auch: "Die Türkei steht selbst unter großem Druck." Sie beherberge mehr als dreieinhalb Millionen Flüchtlinge. "Dass wir als Europäer die Türkei bei der Aufnahme und Versorgung dieser Flüchtlinge unterstützen, ist deshalb richtig", so Steinmeier.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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