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ORF-Moderator Wolf nach FPÖ-Attacken besorgt um Pressefreiheit

Archivmeldung vom 02.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
ORF-Zentrum in Wien
ORF-Zentrum in Wien

Foto: Thomas Ledl
Lizenz: CC BY-SA 3.0 at
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit Blick auf die Attacken der FPÖ auf seine Person hat sich der Moderator des Österreichischen Rundfunks (ORF), Armin Wolf, besorgt über die Pressefreiheit geäußert. "Dass eine Regierungspartei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter staatliche Kontrolle bekommen will, hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehalten", sagte Wolf der "Welt".

Zudem würden Journalisten "persönlich angeklagt und nicht die Medien, für die sie schreiben". Die Kritik der FPÖ an seiner Interviewführung wies er als unberechtigt zurück. "Wer immer mich als `inquisitorischen Frager` bezeichnet, soll bitte nachlesen, was die Inquisition war", so der ORF-Moderator weiter. Was er mache, "polarisiert, doch meine Art der Interviewführung wäre bei der BBC bloß ein Kindergeburtstag". Auf die Frage, ob die Medien in Deutschland und Österreich "einseitig" berichtet hätten, etwa in den ersten Monaten der Flüchtlingskrise, sagte Wolf: Die Medien hätten "die damaligen Positionen der etablierten politischen Akteure ziemlich korrekt wiedergeben".

Bis auf AfD und FPÖ hätten alle Parteien eine großzügige Asylpolitik verfolgt. "Das ist im Herbst 2015 und endgültig mit Köln gekippt", so der ORF-Moderator weiter. Was zu Beginn "in der politischen Debatte und in der Berichterstattung aber wohl zu wenig" vorgekommen sei, "waren rational argumentierte, kritische Positi onen ohne fremdenfeindliche und rassistische Ressentiments", sagte Wolf der "Welt". Wolf ist einer der bekanntesten Journalisten in Österreich. In der vergangenen Woche wurde der Moderator vonseiten der FPÖ attackiert. Wolf hatte in seiner Sendung den Europa-Spitzenkandidaten der FPÖ, Harald Vilimsky, interviewt und dabei einen Cartoon der FPÖ-Jugendorganisation mit Abbildungen im nationalsozialistischen "Stürmer" verglichen. Vilimsky drohte daraufhin mit "Folgen". Der Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats, FPÖ-Mitglied Norbert Steger, riet Wolf zu einer beruflichen Auszeit.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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