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Linksaktivist Fernàndez: "Spaniens Gesellschaft zerfällt in drei Teile"

Archivmeldung vom 16.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: ingo anstötz / pixelio.de
Bild: ingo anstötz / pixelio.de

Vor den Neuwahlen in Spanien am 26. Juni hält die soziale Krise an. "Die Gesellschaft zerfällt heute in drei Teile: Ein Drittel ist fest beschäftigt, ein zweites Drittel prekär, das letzte Drittel völlig marginalisiert. Eine politische Einbindung gibt es heute eigentlich nur noch für das erste Drittel, das von Parteien und Gewerkschaften repräsentiert wird", sagte David Fernàndez von der linksradikalen katalanischen Wahlplattform CUP der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe).

Was einen Politikwechsel in Madrid angeht, macht sich Fernàndez keine Illusionen. Selbst wenn das linke Bündnis aus Podemos und Izquierda Unida auf über 25 Prozent komme, werde sich die sozialdemokratisch PSOE jedem echten Politikwechsel verweigern: »Die Sozialdemokratie hat das herrschende ökonomische und politische Modell in Spanien installiert«, sagt der Genossenschafter, der von 2012 bis 2015 Abgeordneter der CUP im katalanischen Parlament war.

Im Ansatz positiv, aber skeptisch was die Möglichkeiten angeht, sieht er die kommunalen Linksregierungen von Madrid bis Barcelona. »Wir dürfen nur eben nicht vergessen, dass sich in Institutionen nichts ohne massiven gesellschaftlichen Druck bewegen lässt. Entscheidend für Veränderungen sind immer Bewegungen, die außerhalb von Institutionen, Staat und Märkten agieren.«

Quelle: neues deutschland (ots)

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