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EU-Kommission gibt Seehofer Rückendeckung im Flüchtlingsstreit

Archivmeldung vom 07.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Grabesritter des Papstes und EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos
Grabesritter des Papstes und EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos

Bild: Eigenes Werk /OTT

Im Streit um die Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Bootsflüchtlingen hat die EU-Kommission das Vorgehen von Innenminister Horst Seehofer (CSU) gelobt und Kritik an den Plänen zurückgewiesen.

EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben), Deutschland habe die Diskussion vorangetrieben, auch deshalb gebe es jetzt positive Fortschritte bei diesem Thema.

Er sei vor einem Treffen der EU-Innenminister am Dienstag zuversichtlich, weil nun Schwung da sei: "Immer mehr Mitgliedstaaten erkennen, dass es berechenbare, befristete Regelungen für die Aufnahme von Bootsflüchtlingen nach der Ausschiffung geben muss", so der Kommissar. Natürlich könne eine solche Regelung nicht mit nur einer Handvoll Mitgliedstaaten funktionieren, deshalb werde am Dienstag mit allen 28 EU-Staaten darüber gesprochen. Vorbehalte, der vereinbarte Notfallmechanismus für im Mittelmeer gerettete Migranten werde zu einem Pull-Faktor, wies Avramopoulos zurück: Die Arbeit an einer berechenbaren Regelung nach der Ausschiffung dürfe nicht isoliert von anderen Bemühungen gesehen werden, die Herausforderung der Migration umfassend anzugehen. Es sei vorrangiges Ziel, die Zahl der irregulären Ankünfte zu reduzieren, Schmuggler zu bekämpfen, die Rückführung irregulärer Migranten zu verbessern - und ebenso Leben zu retten und legale Wege für Schutzbedürftige zu öffnen.

"Wenn sich jedoch Migranten auf See befinden, was eine Ausnahme sein sollte, ist es unsere Pflicht, Menschenleben zu retten - Lösungen von Fall zu Fall sind dabei nicht nachhaltig", sagte der Flüchtlingskommissar. Avramopoulos sagte, auch wenn es am Dienstag eine Einigung gebe, sei die Arbeit nicht abgeschlossen: "Wir brauchen auf lange Sicht immer noch ein reformiertes, gemeinsames europäisches Asylsystem." Er sei froh, dass er dabei auf die Unterstützung Deutschlands zählen könne: "Deutschland hat immer eine zentrale Rolle für Europa und für die Solidarität gespielt." Seehofer hatte sich im September im Frankreich, Italien und Malta auf einen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge auf der zentralen Mittelmeerroute verständigt. Deutschland will jeden vierten geretteten Migranten aufnehmen, wenn genügend Staaten mitmachen. Bei der Ratssitzung der EU-Innenminister am Dienstag werden nun die Zusagen weiterer EU-Staaten erwartet. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus war in einem Interview mit de n Funke-Zeitungen auf Distanz zu Seehofers Plänen gegangen. "Wir dürfen Schlepperorganisationen nicht ermutigen, mehr zu machen", hatte Brinkhaus gesagt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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