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Pimco-Chef befürchtet "Bank-Run" in Zypern

Archivmeldung vom 28.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bank of Cyprus: Eine Geschäftsstelle in einem Vorort von Nikosia
Bank of Cyprus: Eine Geschäftsstelle in einem Vorort von Nikosia

Foto: Petros3
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chef des US-Anleihenhändlers Pimco, Mohamed al-Erian, warnt vor einem Massenansturm auf die Banken in Zypern und anderen Eurostaaten. In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" sagte al-Erian: "Dieses Risiko besteht natürlich vor allem in Zypern und es muss genau beobachtet werden. Das Schwierige daran: Sobald ein Sturm auf die Banken erst einmal begonnen hat, macht es für alle Sinn, mitzumachen. Deshalb lässt er sich so schwer stoppen." Der Manager betonte, Zypern stehe vor einem schweren Anpassungsprozess. Das Land stecke mitten in der Rezession.

"Zudem muss die Troika über die Lastenverteilung entscheiden und über strenge Kapitalverkehrskontrollen verhindern, dass öffentliche Hilfsgelder dazu benutzt werden, private Kapitalabflüsse zu ersetzen", sagte der Investor der "Bild-Zeitung". Er erklärte, Pimco werde erst dann wieder zyprische Staatsanleihen kaufen, "wenn die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, mehr Beschäftigung und Finanzmarktstabilität geschaffen sind."

Gleichzeitig verlangt al-Erian eine grundlegende Entscheidung über den künftigen Kurs der Eurostaaten. "Die Politik muss noch immer eine Grundsatzentscheidung treffen. Zur Wahl steht eine kleinere, homogenere Währungsunion oder ein klares Bekenntnis zu langfristiger und weitreichender finanzieller Unterstützung für die schwächeren Mitgliedsstaaten", sagte er der "Bild-Zeitung" weiter. Der Top-Manager fordert eine rasche Klärung der Frage. "Diese Entscheidung kann nur Europa selbst treffen. Je länger die Politik aber dafür benötigt, desto größer werden die Risiken für den Euro, da die Bürger das Vertrauen in die Politik und die etablierten Parteien verlieren", sagte al-Erian der "Bild". In Zypern, Griechenland und auch Italien sei das teilweise schon sichtbar.

Der Manager kritisierte außerdem die jüngsten Verhandlungen zur Rettung Zyperns: "Die zähen Verhandlungen haben Signale ausgesendet, die auf Uneinigkeiten und eine allgemeine Ermüdung der Retter hinweisen. Der zunächst diskutierte Rückgriff auf die Kleinsparer stellt einen Tabubruch dar. Einige dieser Signale muss Europa nun korrigieren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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