Regierung holt afghanische Ortskräfte am Montag nach Deutschland

Bild: Staff Sgt. Teddy Wade / Wikimedia (PD)
Die Bundesregierung will in der kommenden Woche ihr derzeit noch ausgesetztes Aufnahmeprogramm für afghanische Staatsbürger wieder aufnehmen. Die Ankunft der Afghanen ist für Montag geplant, berichtet die "Bild" unter Berufung auf Regierungskreise. Sie sollen mit einem Flug aus Islamabad (Pakistan) mit Zwischenstopp in Istanbul über Hannover nach Deutschland einreisen.
Die Personen sind bereits über ihre Ausreise nach Deutschland informiert
worden. An Bord der Maschine sollen sich rund 50 Personen, darunter
auch Frauen und Kinder, befinden.
Knapp ein Dutzend der Afghanen
an Bord sind Personen, die Deutschland als sogenannte "Ortskräfte"
während des Bundeswehreinsatzes am Hindukusch geholfen haben oder die
aufgrund ihres persönlichen Engagements gegen das Taliban-Regime als
"aufgrund dieser Tätigkeit unmittelbar konkret oder latent gefährdet"
sind, teilte das Bundesinnenministerium (BMI) auf Nachfrage der "Bild"
mit. Der Rest sind Familienangehörige dieser Hauptantragsteller. Die
Afghanen gehören zu den knapp 2300 Personen, die derzeit noch mit einer
vorläufigen Aufnahmezusage aus Deutschland in Pakistan festsitzen.
Aus
Sicherheitskreisen gibt es "derzeit keine Sicherheitsbedenken" gegen
die rund 50 Personen auf der für Montag geplanten Passagierliste des
Fluges aus Islamabad nach Europa, hieß es. Sie sollen neben der
Identitäts- und Dokumentenüberprüfung durch "Dokumenten- und
Visumberater der Bundespolizei" (DVB) zusätzlich ein komplettes
"Sicherheitsinterview" durch die Sicherheitsbehörden an der deutschen
Botschaft in Islamabad durchlaufen haben. Sie sind damit also
vollständig sicherheitsüberprüft worden. Bei jeder Person fand dabei
eine Einzelfallprüfung statt.
Quelle: dts Nachrichtenagentur