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Ökonom Otte: "Probleme der Ukraine sind vom Westen gewollt"

Archivmeldung vom 03.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Flagge der Ukraine
Flagge der Ukraine

Der Wormser Wirtschaftsprofessor Max Otte hat den Westen für die politische Krise in der Ukraine mitverantwortlich gemacht. "Die Probleme der Ukraine sind vom Westen gewollt oder in Kauf genommen", sagte Otte "Handelsblatt-Online". "Hier findet eine Auseinandersetzung um die Ausweitung der amerikanischen Einflusssphäre statt."

Das EU-Assoziierungsabkommen sei nur der Ukraine angeboten worden, nicht Russland, was Russland weiter isolieren würde. Ökonomisch sieht Otte Deutschland durch die Probleme der Ukraine nicht gefährdet. "Eine Ausweitung der Krise würde den Druck auf die Ukraine und Russland erhöhen, das Assoziierungsabkommen, das ich in dieser Form für falsch halte, zuzulassen", sagte er. "Das wiederum könnte aber die Gegenwehr und den politischen Widerstand verstärken."

DIHK-Osteuropaexperte: Ukraine verliert für Investoren an Attraktivität

Nach Einschätzung des Osteuropaexperten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Tobias Baumann, verliert die Ukraine ohne das Assoziierungsabkommen mit der EU zunehmend an Attraktivität für Investoren. Ohne das Assoziierungsabkommen fehlten der Wirtschaft zukünftig "Potenziale, die das Abkommen durch Zollsenkungen und die Übernahme von Normen und Standards freigesetzt hätte", sagte Baumann "Handelsblatt-Online". "Zudem sinkt die Attraktivität des Investitions- und Produktionsstandorts Ukraine für Unternehmen aus der EU."

Die insgesamt negative Tendenz bei Direktinvestitionen werde dann voraussichtlich weiter anhalten. Die aktuelle Situation beobachteten deutsche Unternehmen "aufmerksam", sagte Baumann weiter. "Die Betriebe haben langfristig und strategisch investiert und warten daher die aktuellen Entwicklungen der politischen Krise ab." Eine mögliche Abwertung der Landeswährung Griwna um 10 bis 15 Prozent sei keine Unbekannte, fügte der DIHK-Experte hinzu. Der Internationale Währungsfonds (IWF) halte dies bereits seit einigen Monaten für angebracht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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