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Russischer Experte warnt vor globaler Lebensmittelkrise wegen Sanktionspolitik

Archivmeldung vom 06.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hungerleidende Kinder in Berdyansk in der Ukraine (1922), Archivbild
Hungerleidende Kinder in Berdyansk in der Ukraine (1922), Archivbild

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der russische Handelsexperte Ibragim Ramasanow hat vor der globalen Lebensmittelkrise gewarnt. Diesen Befürchtungen liegen Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs zugrunde. Am schwersten betroffen könnten der Jemen, Afghanistan, Syrien und einige afrikanische Länder sein. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Ibragim Ramasanow, Professor an der Abteilung für Handelspolitik der russischen Plechanow-Universität für Wirtschaft, hat in einem Interview eine weltweite Nahrungsmittelkrise angesichts des wachsenden Sanktionsdrucks vorausgesagt. Die Sanktionspolitik gegen Russland wird vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs ständig verschärft, das Land reagiert mit Gegenmaßnahmen.

Dem Experten zufolge wird die Krise durch die Unterbrechung der wirtschaftlichen Beziehungen und der Logistik von Lebensmittelrohstoffen und Düngemitteln, zunehmende Knappheit und steigende Energiepreise verursacht. Ramasanow erinnerte daran, dass Russland einer der wichtigsten Exporteure von Grundrohstoffen für die Produktion von Getreide, Düngemitteln und Energie sei. Unter den derzeitigen Bedingungen werde es nicht in der Lage sein, die erwartete Nahrungsmittelknappheit auf der Welt auszugleichen, hieß es.

Gleichzeitig ist der Experte der Ansicht, dass es keine alternativen Quellen gebe, die Russland auf dem Weltmarkt für Lebensmittel, Düngemittel und Energie derzeit vollständig ersetzen könnten.

Obwohl neben Russland auch Kanada, die USA, Frankreich, Australien, die Ukraine, Argentinien, Rumänien und einige andere Länder Getreide auf den Weltmarkt liefern, rechnet Ramasanow mit einem Rückgang ihrer Rohstoffproduktion aufgrund von Engpässen und steigenden Preisen für Düngemittel, Energie und Logistik. Der Handelsfachmann fügte hinzu, es gebe keine Anzeichen dafür, dass irgendwelche Länder, die Lebensmittel exportieren, von der Situation profitieren werden.

Am 28. März hatte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erklärt, dass eine Reihe von Ländern aufgrund der Krise in der Ukraine von einer "Hungerkatastrophe" bedroht sei. Die Experten wiesen auch darauf hin, dass die Preise für Grundnahrungsmittel weltweit steigen. Luca Russo, leitender Analyst für Ernährungskrisen und Leiter des FAO-Teams für Notfall- und Resilienzmanagement, erklärte, dass in Afghanistan, Syrien, dem Jemen sowie in einer Reihe von Ländern in der Sahelzone und am Horn von Afrika die Gefahr einer Hungersnot bestehe.

Die Sahelzone umfasst zwölf Staaten und ist eine sich in Ost-West-Richtung erstreckende semiaride Übergangszone zwischen der Wüste Sahara im Norden und der Trockensavanne im Süden. Zum Horn gehören die Staaten Somalia, Äthiopien, Dschibuti und Eritrea."

Quelle: RT DE

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