Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Bulgarien drängt Griechenland zum Sparen

Bulgarien drängt Griechenland zum Sparen

Archivmeldung vom 07.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de
Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de

Bulgarien drängt den Nachbarstaat Griechenland, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und besser zu haushalten. "Wichtig ist, dass das Land spart und endlich die versprochenen Reformen angeht", sagte der bulgarische Staatspräsident Rossen Plewneliew der F.A.Z. (Freitagsausgabe).

Wer Kredite aufnehme, müsse sie auch bedienen, forderte das Staatsoberhaupt. "Sonst sendet Athen ein verheerendes Beispiel an Privathaushalte, Unternehmen, aber auch an andere Regierungen aus: Dass man Geld unverantwortlich ausgeben darf, ohne dafür geradestehen zu müssen." Anders als zuvor Bundespräsident Joachim Gauck hat Plewneliew kein Verständnis dafür, dass Griechenland für das im Zweiten Weltkrieg erlittene Unrecht von Deutschland eine finanzielle Wiedergutmachung verlangt. "Wir halten diesen Ansatz für falsch, die Sache ist längst erledigt" sagte Plewneliew der F.A.Z. Er warnte zugleich davor, dass sich Europa zu wenig um den Balkan kümmere und die Region dem Einflussbereich Russlands überlasse. Moskaus Politik laufe Gefahr, sich über den Willen der Bevölkerung in Südosteuropa hinwegzusetzen und "neue Instabilitäten" heraufzubeschwören.

Um die Region weniger abhängig von russischen Rohstofflieferungen zu machen, solle die EU eine lokale Energiebörse auf dem Balkan einrichten, schlug der Präsident vor. "Gas darf nicht länger eine Waffe sein, sondern muss eine Ware werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: