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"Klare Position": Israel bekräftigt Ablehnung von AfD-Politikern

Archivmeldung vom 16.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Juden in der AfD
Juden in der AfD

Bild: AfD Deutschland

Israel hat nach der Absage einer Delegationsreise nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter ins Heilige Land seine Ablehnung gegenüber der AfD bekräftigt. Die Haltung sei eindeutig, sagte die Sprecherin der israelischen Botschaft in Deutschland, Shir Gideon, in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen: "Unsere Position, keinen Kontakt zur AfD zu haben, ist klar und bleibt unverändert."

Der Digitalausschuss des NRW-Landtags hat eine Informationsreise nach Israel gestrichen, weil man mit einem AfD-Abgeordneten in der Gruppe nicht offiziell empfangen worden wäre; geplant war unter anderem ein Aufenthalt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Gideon bestätigte den Vorgang. Es habe bislang "einige Absagen von offiziellen Besuchen in Israel wegen der möglichen Teilnahme von AfD-Mitgliedern" gegeben, sagte sie. Zugleich würden "andere Besuche und Dialoge auf vielen verschiedenen Ebenen und in Bezug auf das breite Themenspektrum der bilateralen Agenda fortgesetzt".

Die Sprecherin der israelischen Botschaft würdigte den politischen Austausch jenseits der AfD. Israel setze sich "weiterhin mit allen anderen politischen Parteien auseinander", so Gideon, "die die tragische Geschichte, die unsere Völker verbindet, respektieren und sensibel mit ihr umgehen und die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland ausbauen wollen".

Irith Michelsohn, Generalsekretärin der Union Progressiver Juden in Deutschland, teilt die Meinung des Staates Israels über die AfD. Die Reaktion der Gedenkstätte Yad Vashem, einer staatlichen Institution, sei "total nachvollziehbar", sagte sie der Neuen Westfälischen. AfD-Politiker, die "die Shoa leugnen, alles in Abrede stellen und verharmlosen, haben auf dem Boden des jüdischen Staates nichts verloren".

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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