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NSA und GCHQ fingen Daten von israelischen Militärdrohnen ab

Archivmeldung vom 30.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Crypto City: Hauptquartier der NSA in Fort Meade
Crypto City: Hauptquartier der NSA in Fort Meade

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der britische Geheimdienst GCHQ und die amerikanische NSA haben jahrelang mit großem technischen Aufwand Daten und Bilder israelischer Militärdrohnen abgefangen. Die geheime Operation belegt ein tiefgreifendes Misstrauen gegenüber Israel, die Enthüllung des Programms dürfte das angespannte Verhältnis zwischen Washington und Tel Aviv weiter beschädigen.

Geheime Dokumente aus dem Bestand des Whistleblowers Edward Snowden, ausgewertet vom "Spiegel", der Enthüllungsplattform The Intercept und der israelischen Zeitung "Jedioth Achronoth", schildern die "Operation Anarchist" von einer Abhörstation auf der Insel Zypern. Da es Briten und Amerikanern auch gelang, Daten der israelischen Drohne "Heron TP" auszuwerten, hat die Enthüllung Konsequenzen für die Bundeswehr. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte kürzlich entschieden, für Auslandseinsätze bis zu fünf der bewaffnungsfähigen "Heron TP"-Drohnen in Israel zu leasen. Die Drohnen sollen die Zeit bis zum Einsatz der sogenannten Eurodrohne überbrücken, die Deutschland derzeit mit mehreren anderen EU-Staaten entwickelt. Das Verteidigungsministerium betonte, dass man mögliche Lücken bei der Datensicherheit der "Heron TP"-Drohnen für die Bundeswehr beheben werde. "Das System ‚Heron TP‘, das als Überbrückungslösung bis zur Eurodrohne genutzt werden soll, wird nicht deckungsgleich mit dem jetzigen israelischen System sein", hieß es im Ministerium. Demnach werde speziell die Verschlüsselung des Datenversands von der Drohne zum Boden "für den deutschen Bedarf angepasst".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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