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Großbrand im Gebiet von AKW Fukushima-1 bedroht Millionen Menschen

Archivmeldung vom 05.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Fukushima: Mitarbeiter am Kraftwerks­eingang (13. April 2011)
Fukushima: Mitarbeiter am Kraftwerks­eingang (13. April 2011)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein mächtiger Waldbrand ist in der Sicherheitszone um das havarierte Atomkraftwerk „Fukushima-1“ ausgebrochen. Dies berichtet der größte nationale Radio- und TV-Sender Japans NHK.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Laut dem Sender sind von dem Feuer fast zwanzig Hektar des an das AKW anliegenden Geländes umfasst. Gegen den Brand sind etwa 240 Retter und Spezialhubschrauber eingesetzt. Bisher haben die Bemühungen keine Ergebnisse gebracht: Das Feuer breitet sich wegen des starken Windes schnell aus.

Am 2. Februar wurde laut Untersuchungsergebnissen berichtet, dass im zweiten Reaktor des AKW Fukushima-1 ein tödliches Strahlungsniveau fixiert worden sei.  Die Strahlungsintensität betrage 530 Sievert  pro Stunde (bereits 20 Sievert führen zum augenblicklichen Tod – Anm. d. Red.).

Am 11. März 2011 ereignete sich eines der größten Erdbebens in Japan . Den unterirdischen Erdstößen mit einer Stärke von 9,1 folgte ein davon ausgelöster Tsunami. Die Naturkatastrophe führte zu einem Ausfall des Kühlsystems von Reaktoren des AKW Fukushima-1, was Risse in Reaktoren und eine radioaktive Verseuchung der Gegend zur Folge hatte.

Mehr als 300.000 Einwohner mussten das Gebiet verlassen. Im Ergebnis der Naturkatastrophe und der nachfolgenden technischen Katastrophe sind 18.000 Menschen ums Leben gekommen.

Nukleare Katastrophen, die den Unfällen in den Kernkraftwerken von Tschernobyl und Fukushima ähneln, können sich laut Forschern ein- bis zweimal im Jahrhundert ereignen. Kleinere Unfälle, wie im Kernkraftwerk Three Mile Island 1979 in den USA, könnten sich jede zehn bis 20 Jahre wiederholen. Das sind die Ergebnisse einer Studie, in deren Rahmen mehr als 200 Atomare Katastrophen analysiert worden sind.

Die Forscher meinen dabei auch, die von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) verwendete Methodologie für die Vorhersage von Unfällen könne nicht alle Risiken berücksichtigen. Die nächste nukleare Katastrophe kann sich den Wissenschaftlern zufolge somit viel früher als erwartet ereignen. Um eine weitere Katastrophe zu verhindern, sei es notwendig, die Technologien für den Bau von Kernkraftwerken zu modernisieren.

Der Super-GAU von Tschernobyl hatte sich am 26. April 1986 ereignet. Bei der Explosion des vierten Meilers des Atomkraftwerks wurde eine Unmenge an radioaktiven Stoffen in die Atmosphäre ausgestoßen. Der radioaktiven Strahlung waren fast 8,4 Millionen Menschen in der Ukraine, in Weißrussland und in Russland ausgesetzt."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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