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Minenjagdboot "Weilheim" kehrt nach Einsatz unter NATO- und EU-Kommando zurück

Archivmeldung vom 05.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
M 1059 Weilheim
M 1059 Weilheim

Am Sonntag, den 7. Februar 2016 um 10 Uhr, wird das Minenjagdboot "Weilheim" nach fast sechs Monaten Einsatz wieder in seinen Heimathafen Kiel einlaufen. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörige Boot beteiligte sich in den vergangenen Monaten sowohl als deutscher Beitrag am Ständigen Minenabwehrverband SNMCMG 2 (Standing NATO Mine Counter Measures Group 2) der NATO, als auch an der EU-Operation "Sophia" im Mittelmeer.

Die 40-köpfige Besatzung hatte am 14. August 2015, unter Führung seines Kommandanten Korvettenkapitän Felix Uhlemann (34), seinen Heimathafen verlassen und sich nach 15 Tagen im kroatischen Split dem NATO-Verband angeschlossen. Der internationale Marineverband steht zurzeit unter türkischem Kommando. Neben dem türkischen Flaggschiff "Cezayirli Gazi Hasan Pasa" hatte die "Weilheim" knapp vier Monate gemeinsam mit Minenabwehreinheiten aus der Türkei, Griechenland, Spanien, sowie Italien operiert. Dabei nahm die "Weilheim" unter anderem an den Übungen "Trident Juncture" und "Ariadne" teil.

Seit Anfang Dezember beteiligte sich die "Weilheim" dann an dem Verband EUNAVFOR MED - Operation "Sophia" im Mittelmeer. Das Minenjagdboot befand sich bereits auf der Heimreise nach Kiel, als es den neuen Auftrag erhielt. Denn kurz zuvor wurde die Fregatte "Augsburg" aus der Operation "Sophia" herausgelöst, um den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" zu schützen.

Die "Weilheim" hat nun beide Einsätze erfolgreich beendet und befindet sich bereits auf dem Rücktransit in ihren Heimathafen Kiel. Insgesamt legte das Boot knapp 18.000 Seemeilen (ca. 33.000 km) zurück.

Hintergrundinformation "Standing NATO Groups"

Die "Standing NATO Groups" sind die ständigen, multinationalen maritimen Reaktionsverbände, welche sicherstellen, dass die NATO schnell und flexibel agieren kann. Insgesamt unterhält die NATO vier dieser Marineverbände.

Um ihre Einsatzbereitschaft und Operationsfähigkeit zu erhalten, nehmen die Flottenverbände jährlich an verschiedenen nationalen und internationalen Übungen teil. Die Verbände besuchen regelmäßig verschiedene Häfen. Dabei laufen sie auch Häfen von Nicht-NATO-Mitgliedsstaaten an.

Zu den Aufgaben der Verbände gehören seit der veränderten sicherheitspolitischen Lage weltweit auch Embargooperationen, Search and Rescue Operationen (Suche und Rettung), humanitäre Hilfseinsätze, sowie Katastrophen- und Anti-Terror-Einsätze.

Hintergrundinformation Operation "Sophia"

Die Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber der Operation "Sophia" werden auf hoher See bzw. im internationalen Luftraum zwischen der italienischen und libyschen Küste eingesetzt. Sie überwachen das Seegebiet und tragen durch Aufklärungsergebnisse dazu bei, dass ein umfassendes Bild über die Aktivitäten von Schleusern entsteht, die das Leben von Menschen riskieren, um daraus Profit zu schlagen. Die Schiffe des Verbands dürfen in internationalen Gewässern Boote anhalten und durchsuchen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie von Schleusern genutzt werden. Sie können beschlagnahmt und umgeleitet, Schleusereiverdächtige an Bord eines Kriegsschiffs genommen und an einen EU-Mitgliedsstaat übergeben werden. Die Schiffe sind nach dem Völkerrecht, dem Mandat und den Einsatzregeln ("Rules of Engagement") berechtigt, militärische Gewalt zur Durchsetzung ihres Auftrags einzusetzen.

Die Aufgabe der Seenotrettung bleibt bestehen. Wenn die Schiffe auf mit Flüchtlingen besetzte Boote treffen, einen Notruf empfangen oder von der Seenotleitstelle informiert werden, sind sie nach dem Seerechtsübereinkommen, dem Übereinkommen zum Schutz menschlichen Lebens auf See und dem Abkommen über den Such- und Rettungsdienst auf See zur Hilfeleistung verpflichtet. Die Seenotleitstelle (Maritime Rescue Coordination Centre, MRCC) Rom koordiniert die Rettungseinsätze. Hier werden Informationen wie die Position von Schiffen, deren Kapazitäten und Seeausdauer zusammengeführt, um Seenotrettungen effektiv koordinieren zu können. Die Seenotleitstelle informiert Schiffe über Seenotfälle in dem Einsatzgebiet, dessen Ausdehnung in etwa der Größe Deutschlands entspricht.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine (ots)

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