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Trittin erwartet keine russische Kooperation im Fall Nawalny

Archivmeldung vom 03.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Jürgen Trittin (2019)
Jürgen Trittin (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin geht nicht davon aus, dass die russische Regierung sich an der Aufklärung im Fall Nawalny beteiligen wird. "Wir bewegen uns in einem System, das versucht, jede Form von Opposition wenn nicht zu unterdrücken, dann doch wenigstens zu kontrollieren", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk.

"Bisher sind alle diese Operationen tatsächlich im Sand verlaufen", sagte Trittin und verwies damit auf den Berliner Tiergarten-Mord. Der Abgeordnete bezeichnete den Fall Nawalny und ähnliche Fälle als "Zeichen von Schwäche".

Russland gebe damit zu, dass es "massive Unzufriedenheit" und "massiven Widerstand" in der Bevölkerung gebe. "Das Versprechen, was Russland, was Putin seinen Bürgern gegeben hat, nämlich für Stabilität und für ein Leben wie im Rest Europas zu sorgen, dieses Versprechen kann er offensichtlich nicht halten", sagte er. Der Grünen-Politiker hält es außerdem für klug, dass die Europäische Union gemeinsam reagiert. "Das ist auch im Interesse derjenigen, die vielleicht eine andere Haltung zu Russland haben, als ich es habe oder als die Bundesregierung es hat", sagte er.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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