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Gauland kritisiert Macrons EU-Vorstoß

Archivmeldung vom 08.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Dr. Alexander Gauland (2019)
Dr. Alexander Gauland (2019)

Bild: AfD Deutschland

AfD-Chef Alexander Gauland hat auf den Aufruf des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zu Reformen der Europäischen Union reagiert und dabei Macrons Gleichsetzung von Europa und EU als "Bubenstück" und "Trick" kritisiert.

"Teile der französischen Eliten haben sich nie von der Idee verabschiedet, dass Europa ein großes Frankreich werden solle", schreibt Gauland in einem Gastbeitrag für die "Welt". Was Macron als Reform vorschlage, sei ein "europäischer Nationalstaat französischen Gepräges". Der französische Präsident entwickele seine Vertiefungs-Vorstellungen der EU in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika zu einer Zeit, "in der zugleich landesweit auf Demonstranten eingeprügelt" werde und "mehrere Tausend Demonstranten hinter Gittern" säßen. Sämtliche Vorschläge seien "zentralistisch, staatsfixiert, bürokratisch".

Alles sei Ausdruck "sozialistisch-merkantilistischer Politik". Des Weiteren schreibt Gauland, der "überall aufbrechende, europäische Populismus" sei "rein defensiv". Es handele sich um eine Reaktion auf die Aufblähung der EU. Stets war nach Gauland die Vielfalt Europas das "Laboratorium für Zukunftsentwürfe". Wer auf diese Vielfalt das "Leichentuch des Zentralismus" legen wolle, "muss gerade in Europa mit Widerstand rechnen", so Gauland. "Diese EU muss nicht erweitert und vertieft, sondern reformiert werden, sonst sind ihre Tage gezählt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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