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Merkel und Hollande fordern Einhaltung der Reformzusagen von Athen

Archivmeldung vom 24.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident François Hollande haben Griechenland zur Einhaltung der Reformzusagen aufgefordert. "Für mich ist wichtig, dass wir alle zu unseren Verpflichtungen stehen", sagte Merkel bei einem Besuch des französischen Staatsoberhaupts in Berlin. Die Kanzlerin wolle zudem "Griechenland ermutigen, auf dem Reformweg, der ja auch den Menschen in Griechenland sehr viel abverlangt, voranzugehen".

Merkel zufolge müsse zunächst der Bericht der sogenannten Troika abgewartet werden, ehe eine Entscheidung über weitere Zugeständnisse an Athen getroffen werde. Hollande bekräftigte seinerseits, dass "Griechenland die notwendigen Anstrengungen unternehmen" müsse, um weiterhin in der Eurozone verbleiben zu können. Gleichzeitig betonte Frankreichs Präsident, dass es sein Wille sei, Griechenland in der Eurozone zu halten.

Linken-Fraktionsvize Wagenknecht fordert "europäische Schuldenkonferenz ohne Tabus"

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hat sich vor dem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras für eine europäische Schuldenkonferenz ausgesprochen. "Bilaterale Gespräche bringen auf Dauer nichts. Wir brauchen eine europäische Schuldenkonferenz, auf der ohne Tabus multilateral über eine Gesamtlösung der Schuldenkrise geredet wird", sagte Wagenknecht der "Rheinischen Post". Außerdem müsse dringend eine Lösung für die drohende humanitäre Krise in Griechenland gefunden werden. "Wir schlagen eine einmalige fünfzigprozentige Vermögensabgabe der griechischen Millionäre und eine teilweise Zweckbindung der Hilfen für Anti-Armuts-Programme vor."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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