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Union hält geplanten US-Truppenabzug für "politisch motiviert"

Archivmeldung vom 06.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Jürgen Hardt (2019)
Jürgen Hardt (2019)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Jürgen Hardt, der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, hält die Ankündigung aus Washington, einen Teil der US-Soldaten abzuziehen, für "politisch motiviert". Trump seien der "langsame Anstieg der Verteidigungsausgaben und die Arbeiten an der Nord Stream 2-Leitung ein Dorn im Auge", sagte Hardt der "Welt am Sonntag".

Auch die Absage Merkels an einen physischen G7-Gipfel noch vor dem Sommer habe er offenkundig nicht goutiert. Problematisch sei, dass er US-Bündnis- und Sicherheitsinteressen hintenanstelle. Die US-Truppen in Deutschland dienten nicht nur der Bündnisverteidigung, sondern sind unter anderem logistische Drehscheibe für das US-Engagement in anderen Weltteilen. "Vieles lässt sich nicht so ohne weiteres abbauen, das zeigt auch die sehr zurückhaltende Reaktion des US-Militärs."

Die US-Soldaten seien und blieben herzlich willkommen in Deutschland. "Für uns muss aber klar sein: als Europäer müssen wir mehr für unsere eigene Sicherheit tun", so Hardt. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, US-Präsident Donald Trump wolle einen Teil der in Deutschland stationierten US-Truppen abziehen. Offenbar plane das Weiße Haus der Zeitung zufolge, 9.500 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Ein Teil von ihnen werde nach Polen und in andere verbündete Staaten verlegt, ein anderer Teil kehre in die USA zurück, schrieb das Blatt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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