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Ukraine: Finanzministerin will auch mit russischen Gläubigern sprechen

Archivmeldung vom 31.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Die neue ukrainische Finanzministerin Natalie Jaresko will auch mit russischen Gläubigern sprechen, um das Land aus der prekären wirtschaftlichen und finanziellen Lage zu befreien. Verhandlungen über eine Umschuldung sind Voraussetzung für ein neues Hilfspaket, über das Jaresko derzeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verhandelt: "Wir haben uns verpflichtet, Konsultationen mit allen Staatsanleihen-Gläubigern aufzunehmen, inklusive der russischen", sagte Jaresko dem "Spiegel".

"Diese Gespräche könnten bereits Anfang Februar beginnen." Allein russischen Gläubigern schuldet die Ukraine mehr als 20 Milliarden Dollar. Mit Blick auf den Umfang des IWF-Pakets sagte die Finanzministerin, es komme nicht so sehr darauf an, ob es 13 oder 15 Milliarden Dollar schwer sei, sondern darauf, dass es mittelfristig angelegt werde. "Idealerweise sollte das Programm über drei bis vier Jahre gehen, und ein Großteil sollte am Anfang des Programms ausgezahlt werden."

Der IWF hatte 2014 einen Hilfskredit über 17 Milliarden Dollar zugesagt, zwölf Milliarden davon wurden bislang abgerufen, vor allem, um alte Schulden abzulösen. Um die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen, will die Finanzministerin unter anderem Staatsunternehmen privatisieren. "Wir wollen bereits in diesem Jahr eine Milliarde Dollar aus Privatisierungen einnehmen", sagte Jaresko.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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