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Lafontaine zur US-Politik: Vergleich von Khashoggi und Nawalny

Archivmeldung vom 01.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Oskar Lafontaine (2017)
Oskar Lafontaine (2017)

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Obwohl US-Präsident Joe Biden nach der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Salman Khashoggi angekündigt hatte, keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien zu verkaufen, laufe das Geschäft weiter, sagt Linken-Politiker Oskar Lafontaine. Auf der anderen Seite werde wegen des Falls Nawalny der Bau von Nordstream 2 torpediert. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "In einem Post auf seiner Facebook-Seite hat sich Linken-Politiker Oskar Lafontaine Gedanken über die zweischneidige Wertepolitik des Westens gemacht und den Fall des im Oktober 2018 in Istanbul ermordeten saudi-arabischen Journalisten, Jamal Khashoggi, mit dem des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny verglichen, der im August 2020 Opfer eines Giftanschlags geworden war. Lafontaine nimmt dabei ins Visier, welche Konsequenzen die beiden Vorfälle nach sich gezogen haben.

Im Wahlkampf habe der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden gesagt: „Khashoggi wurde ermordet und zerstückelt. Ich glaube auf Befehl des Kronprinzen. Wir werden ihnen keine Waffen mehr verkaufen. Wir werden sie dafür bezahlen lassen und sie zu den Geächteten machen, die sie längst sind.“

Jeder Kenner der US-Politik habe gewusst, dass das gelogen gewesen sei, so Lafontaine. Das zeige sich jetzt.

„Der US-Geheimdienst hat öffentlich bestätigt, dass Mohammed bin Salman für den brutalen Mord verantwortlich ist. Nun müssten die USA den Saudis keine Waffen mehr verkaufen. Aber jeder weiß, dass dieses Versprechen Bidens ein Witz ist. Die Waffen-Industrie hat die US-Politik längst korrumpiert. Und die Saudis werden weiterhin ihren mörderischen Krieg im Jemen führen, selbstverständlich mit US-Waffen. Einige kosmetische Korrekturen, um die Weltöffentlichkeit zu täuschen, wird es geben. Notfalls liefern die ‚Verbündeten‘ die Waffen, die die USA angeblich nicht mehr liefern wollen.“

Wieder einmal zeige sich, wie verlogen die Außenpolitik der „westlichen Wertegemeinschaft“ sei, stellt der Linken-Politiker fest. Bei der „Kopf-ab-Diktatur“ der Saudis führten Menschenrechtsverletzungen zu scheinheiligen Protesten und marginalen Sanktionen. Wenn es um Russland gehe, dann sei der Giftanschlag auf einen Oppositionellen wie Nawalny Anlass, um das endgültige Aus für Nordstream 2 zu fordern und Unternehmen aus aller Welt zu bedrohen, die es wagten, sich am Weiterbau dieser Gasleitung zu beteiligen. „Der Unterschied zu Mohammed bin Salman: Putin hat den geplanten Ausverkauf russischer Rohstoffe an US-Konzerne zur Zeit der Präsidentschaft des alkoholkranken Jelzin gestoppt.“

Biden habe als Vizepräsident Obamas die Bombenkriege, die Handelskriege und den Drohnenkrieg mit zu verantworten. Die US-Politik ändere sich nicht, so Lafontaine. Menschenrechte würden nur vorgeschoben, um die geostrategische Einkreisung Chinas und Russlands und die Kriege um Rohstoffe und Absatzmärkte zu rechtfertigen."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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