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Winkler sieht im gesamten Westen grundsätzliche politische Auseinandersetzung

Archivmeldung vom 01.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
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Bild: Tony Hegewald / pixelio.de

Der Historiker Heinrich August Winkler sieht angesichts der populistischen Herausforderung im gesamten Westen eine grundsätzliche politische Auseinandersetzung. "Wir erleben innerhalb der Vereinigten Staaten und im transatlantischen Westen insgesamt einen Kulturkampf zwischen liberalen und illiberalen Kräften", sagte der mehrfach für seine Bücher ausgezeichnete Autor der "Welt".

Dieser Kampf werde geführt "zwischen allen, die sich den Grundwerten der Amerikanischen Revolution von 1776 und der Französischen Revolution von 1789 verbunden fühlen, und jenen, denen diese Grundwerte offenkundig nichts mehr bedeuten", so Winkler weiter. In diesem Zusammenhang nannte Winkler die Konflikte in den Vereinigten Staaten und innerhalb der US-Regierung.

Aber auch die EU kann nach Auffassung des Geschichtswissenschaftlers "derzeit nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, eine Wertegemeinschaft zu sein". Ungarn unter Viktor Orbán und Jaroslaw Kaczynskis Polen hätten versucht, die rechtssprechende Gewalt gleichzuschalten. "Auf der anderen Seite sind die im weitesten Sinne liberalen Demokratien in der EU durch Trump in einer Weise herausgefordert, die zu einer Wiederbelebung des europäischen Projekts führen kann - und muss", sagte Winkler weiter.

Der Historiker wendet sich aber gegen historischen Pessimismus. "Die gegenwärtige Krise birgt die Chance in sich, dass sich die im weitesten Sinne liberalen Kräfte der westlichen Gesellschaften auf die Stärken ihres Erbes besinnen werden", sagte Winkler der "Welt". In gewisser Hinsicht seien sich die Zivilgesellschaften der westlichen Demokratien noch nie so nahe gewesen wie heute.

"Die populistische Herausforderung kann auch zu einer Neubesinnung der freiheitlichen Kräfte führen", sagte Winkler. Zur Begründung führt er die Geschichte des Westens an sich an. Sie sei von jeher eine Geschichte der Aneignung oder Verwerfung der westlichen Werte. "Es war auch eine Geschichte der Abweichung von diesen Werten, aber ebenso stets eine der produktiven Selbstkorrektur."

Populismus bedeutet im Grunde nichts anderes als etwas was das Volk möchte. Anti-Populismus ist somit das was die Menschen nicht wollen. Warum dies erstrebenswert sein soll, bleibt schleierhaft.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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