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Liberale Vereinigung: In die richtige Richtung gedacht

Archivmeldung vom 14.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Verena Herzberger / pixelio.de
Bild: Verena Herzberger / pixelio.de

„Die Überlegungen, den Banken die Möglichkeit zur Geldschöpfung zu entziehen, sind definitiv in die richtige Richtung gedacht“, stellt Michael Dürr, Vorstandsmitglied des bayerischen Landesverbands der Liberalen Vereinigung fest. Unter dem Titel „Monetary Reform“ veröffentlichte der Wirtschaftsausschuss des isländischen Parlaments unter Vorsitz von Frosti Sigurjonsson eine Studie hinsichtlich notwendiger Reformen des Geldsystems. Die Studie wurde vom isländischen Premierminister in Auftrag gegeben.

Das Papier analysiert das Geldsystem und erläutert die Konsequenzen, die sich hieraus für die Wirtschaft ergeben, wie beispielsweise die Konjunkturzyklen. Im Kern schlägt es vor, den Geschäftsbanken die Geldschöpfung zu entziehen, also das derzeit herrschende Teilreservesystem zu beenden. Die Zentralbank soll künftig direkt für die Steuerung der Geldmenge verantwortlich sein und nicht wie bisher indirekt über die Festsetzung der Zinsen. Damit verbleibt die Seigniorage beim Staat. Die Geschäftsbanken selbst würden dann keine Kredite mehr vergeben. Sie würden alleine als Kreditvermittler fungieren.

„Insgesamt ist das Papier sehr gut gemacht“, so Dürr, der selbst in den 2000er Jahren versucht hatte, in Südafrika eine Geldreform anzustoßen. „Es analysiert die mit dem herrschenden Geldsystem einhergehenden Probleme sehr präzise. Auch wird der Übergang in ein anderes System sehr treffend entwickelt und erklärt. Allerdings kommt ein wichtiger Punkt zu kurz: Die gleichzeitige Erlaubnis von jeglicher Form alternativer Zahlungsmittel. Nur dann nämlich können die Marktkräfte für die einzelnen Teilmärkte die jeweils sinnvollsten Lösungen schaffen und der enormen Macht der Zentralbank wird so ein freiheitliches Korrektiv entgegengestellt.“

Quelle: Liberale Vereinigung

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