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EU-Kommissar für humanitäre Hilfe fordert Gespräche mit Afrika über Geburtenkontrolle

Archivmeldung vom 27.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ein im Mutterleib getötetes Baby: Soll für dererlei Tätigkeit auch noch Werbung gemacht werden dürfen?
Ein im Mutterleib getötetes Baby: Soll für dererlei Tätigkeit auch noch Werbung gemacht werden dürfen?

Foto: SravyaDatla
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Bevölkerungswachstum in Afrika lässt sich nach Ansicht von Christos Stylianides, dem EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz, nur mit Hilfe einer konsequenteren Familienplanung verlangsamen.

"Wir müssen mit unseren afrikanischen Partnern über das Thema Geburtenkontrolle stärker ins Gespräch kommen, um der Bevölkerungsexplosion entgegenzuwirken. Wir müssen pragmatische Wege finden, um auf die Familienplanung der Menschen einzuwirken", sagte Stylianides im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu werde die EU lokale Stammesführer und Kirchen gewinnen müssen. Gerade die Kirchen müssten "ihrer Verantwortung für eine am Wohl der Menschen orientierten Geburtenkontrolle in Afrika stärker gerecht werden als bisher", betonte der EU-Kommissar. Dabei gelte es Rücksicht auf die jeweilige Kultur zu nehmen. "Ich will hier keinesfalls einer Familienplanung, wie es die Chinesen mit ihrer Ein-Kind-Politik gemacht haben, das Wort reden. Niemand will ein solches System für Afrika", betonte Stylianides in der "NOZ".

Experten schätzten, dass sich die Bevölkerung Afrikas bis zum Jahr 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen in etwa verdoppeln wird. "Die neuen Generationen werden die Zukunft ihres Kontinents mitbestimmen - oder aber anderswo nach Möglichkeiten suchen", machte Stylianides auf mögliche neue Migrationsbewegungen Richtung Europa aufmerksam.

Mit Blick auf die neue EU-Kommission, die voraussichtlich im Herbst ihre Arbeit aufnehmen wird, sprach sich Stylianides in der "NOZ" für das Amt eines Afrika-Kommissars aus. Bislang seien den afrikanischen Kontinent betreffende Themen wie humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Migration, Sicherheit, Investitionen, Außenhandel und Landwirtschaft auf zahlreichen Schultern verteilt. "Angesichts der Bedeutung, die der afrikanische Kontinent für Europa in der Zukunft haben wird, könnte hier ein EU-Kommissar als Koordinator für eine Afrikapolitik aus einem Guss stehen", sagte Stylianides der "NOZ".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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