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Iranische Cyber-Attacke auf deutsche Unternehmen: Bayerischer Verfassungsschutz deckt Komplott auf

Archivmeldung vom 06.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Der bayerische Verfassungsschutz hat einen iranischen Hacker-Angriff auf zahlreiche deutsche und internationale Unternehmen und Forschungseinrichtungen aufgedeckt. Dies berichtet das Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Ausgespäht wurden Rüstungsfabriken, Luft-, Raumfahrt- und Chemieunternehmen sowie Universitäten. Erhebliche Datenmengen wurden gestohlen. Der Angriff, der spätestens Anfang 2013 begann und immer noch läuft, besäße, laut dem bayerischen Verfassungsschutz, eine "große Dimension".

Die Angreifer interessierten sich unter anderem für den Bau von Raketen, Hubschraubern, Satelliten und Drohnen. Einem Luft- und Raumfahrtkonzern kamen 115.000 Dateien abhanden, ein Satelliten-Hersteller verlor 10.000 Dateien. Ziel der Attacken waren Firmen und Einrichtungen aus Deutschland, anderen EU-Ländern, den USA, Mexiko, Israel, Russland und China. Bei deutschen Firmen seien laut Verfassungsschutz bislang keine Daten abgeflossen, teilte der Verfassungsschutz mit. Weitere deutsche und internationale Nachrichtendienste sind in die Ermittlungen einbezogen.

Die Fahnder waren auf einen Server gestoßen, auf dem erbeutete Dateien von Opfern sowie Werkzeuge der Angreifer abgelegt waren. Von dort aus arbeiteten sie sich durch das Netz der Hacker vor, ermittelten weitere Opfer und schließlich auch die IP-Adressen und Tarnfirmen der Täter: Die Spur endete im Iran. Man stellte auch fest, dass die Attacken meist zu iranischen Bürozeiten erfolgten. Die Hacker hatten Passwörter entschlüsselt, Zugangsdaten über gefälschte Emails abgegriffen und Lücken im Betriebssystem Windows genutzt.

Quelle: BILANZ (ots)

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