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Euro-Länder einigen sich auf zweites Hilfspaket für Athen

Archivmeldung vom 21.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Euro-Finanzminister haben sich nach einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon in Brüssel auf ein zweites Rettungsprogramm für Griechenland geeinigt. Das bestätigte Bundesfinanzminister Schäuble am frühen Morgen in Brüssel. Dabei bleibe es bei einem Kreditvolumen von 130 Milliarden Euro. Darüber hinaus werden private Gläubiger wie Banken und Versicherungen zur Rettung des stark verschuldeten Landes stärker auf Geld verzichten als zunächst geplant.

Demnach würden diese bei dem bevorstehenden Schuldenschnitt auf einen Abschlag von bis zu 53,5 Prozent auf den Wert ihrer ausstehenden griechischen Staatsanleihen verzichten. Ursprünglich waren nur 50 Prozent vorgesehen, was Forderungen in Höhe von 100 Milliarden Euro entspreche.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. Das Ergebnis sei "zu verantworten", sagte Schäuble, denn Athen können nun "auf den nachhaltigen Pfad der Gesundung" kommen.

Das Sparprogramm sieht eine Kürzung von Renten und Mindestlöhnen sowie eine Reform des Steuersystems für mehr Einnahmen vor. Die Einhaltung der Auflagen soll künftig ständig von einer Expertengruppe kontrolliert werden.

Zudem wurde ein Sperrkonto eingerichtet, von dem die Schulden zurückgezahlt werden sollen. Ohne das zweite Hilfsprogramm wäre Griechenland im März pleite gewesen.

Anlegerschützer empfehlen Umtausch von Griechenland-Anleihen

Anlegerschützer empfehlen Privatanlegern, den geplanten Schuldenschnitt bei Griechenland-Anleihen trotz der damit verbundenen finanziellen Einbußen mit zu tragen. "Es besteht das Risiko, dass die alten Papiere von Griechenland nicht mehr bedient werden", sagte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Jürgen Kurz, dem "Tagesspiegel.

Am Donnerstag entscheiden die Euro-Finanzminister über das zweite Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat erneut an Griechenland appelliert, das Reform- und Sparprogramm auch umzusetzen. "Wir tun alles, um Griechenland auf diesem Weg zu helfen und zu begleiten, so lange Griechenland ihn gehen will", sagte Schäuble der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Das Parlament".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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