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CDU-Außenpolitiker warnt Tsipras vor Pro-Russland-Kurs

Archivmeldung vom 28.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hans Georg Wellmann Bild: CDU/CSU-Fraktion - Creative Commons-Lizenz (3.0 Deutschland)
Hans Georg Wellmann Bild: CDU/CSU-Fraktion - Creative Commons-Lizenz (3.0 Deutschland)

Der Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentarier-Gruppe im Bundestag, Karl-Georg Wellmann (CDU), hat den neuen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras davor gewarnt, in der Debatte um neue Russland-Sanktionen einen Moskau-freundlichen Kurs einzuschlagen. "Tsipras sollte im eigenen Interesse mit seinem Wahlkampfgetöse aufhören und zur Vernunft kommen", sagte Wellmann dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe).

Griechenland habe die Unterstützung der EU "bitter nötig". Die europäischen Steuerzahler hätten sein marodes Land schon mit über 300 Milliarden Euro unterstützt und gerettet. "Wenn er auf diese Unterstützung keinen Wert mehr legt, sollte er dies offen sagen", sagte Wellmann. "Die EU kennt keine Zwangsmitgliedschaft. An Griechenland wird jedenfalls die gemeinsame Russland-Politik der westlichen Staatengemeinschaft nicht scheitern."

Noch vor der Vereidigung seiner Regierung hatte Tsipras sein Missfallen über eine gemeinsame Erklärung der EU-Regierungschefs vom Dienstag zum Ausdruck gebracht, mit der Russland wegen der Ukraine-Krise neue Sanktionen angedroht wurden. Griechenland sei zu der Erklärung nicht befragt worden und stimme dem Inhalt nicht zu, hatte das Büro des neuen griechischen Ministerpräsidenten mitgeteilt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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