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Ifo-Präsident Sinn: "EZB-Chef Draghi missbraucht Euro-System"

Archivmeldung vom 09.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hans-Werner Sinn (2012)
Hans-Werner Sinn (2012)

Foto: Romy Bonitz
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach der historischen Leitzins-Senkung der Europäischen Zentralbank (EZB) übt der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, deutliche Kritik an EZB-Chef Marion Draghi. Der "Bild-Zeitung" sagte Sinn: "Draghi missbraucht das Euro-System, indem er den Südländern Billig-Kredite gibt, die sie am Kapitalmarkt so nicht bekommen würden." Draghi solle sich aus Dingen raushalten die ihn nichts angehen würden. "Die Rettung der Krisenländer ist nicht Aufgabe der EZB, sondern des dafür vorgesehenen Rettungsschirmes", so Sinn weiter.

Mittlerweile seien fünf Jahre verstrichen ohne, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit in den Krisen-Staaten nennenswert verbessert habe. "Damit die Euro-Krisenländer mehr sparen und dringend überfällige Reformen umsetzen, brauchen sie höhere Zinsen, die ihrem höheren Konkursrisiko angemessen sind, nicht niedrigere Zinsen", erklärt Sinn.

Am Donnerstag hatten Europas Währungshüter den Leitzins von 0,5 Prozent auf das neue Allzeittief von 0,25 Prozent gesenkt. EZB-Präsident Mario Draghi begründete den Schritt mit den extrem niedrigen Inflationserwartungen und der wackligen Konjunkturerholung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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