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Jeder vierte Mensch ist unter 15 Jahre alt

Archivmeldung vom 12.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Jeder vierte Erdbewohner (26 Prozent) ist unter 15 Jahre alt. Am jüngsten ist die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara: Fast jeder Zweite (43 Prozent) ist dort jünger als 15 Jahre. Deutschland dagegen zählt neben Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu den Ländern mit den niedrigsten Anteilen an Jugendlichen: Hierzulande ist nur einer von acht Einwohnern (13 Prozent) unter 15 Jahre alt. Das geht aus dem Datenreport 2013 hervor, den die Stiftung Weltbevölkerung heute veröffentlicht. Die Publikation liefert neueste demographische, sozioökonomische und Gesundheitsdaten für alle Länder und Regionen der Welt.

Die meisten jungen Menschen wachsen heute unter schwierigen Bedingungen in Entwicklungsländern auf. In Afrika südlich der Sahara etwa liegt ihre Lebenserwartung bei gerade einmal 56 Jahren. Die Säuglingssterblichkeit ist in der Region mit 73 Todesfällen auf 1.000 Lebendgeborene 22 Mal so hoch wie in Deutschland. Zudem können viele Kinder und Jugendliche nicht regelmäßig zur Schule gehen, erhalten keine angemessene Gesundheitsversorgung und finden später keinen angemessenen Arbeitsplatz.

Investitionen in Jugendliche fördern Entwicklung

Der hohe Anteil an Jugendlichen birgt für die Länder Afrikas südlich der Sahara zugleich eine Chance für wirtschaftliche Entwicklung - und damit für einen Rückgang der Armut. "Um das große Potenzial der jungen Generation zu nutzen, müssen Regierungen in den ärmeren Ländern und die internationale Gemeinschaft dringend in die Gesundheit, Bildung und Beschäftigung junger Menschen investieren", sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Das zahlt sich nicht nur für die Jugendlichen aus, sondern auch für die Entwicklung ihrer Länder."

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (ots)

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