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Studie: US-Austritt aus NATO würde EU 350 Milliarden Dollar kosten

Archivmeldung vom 10.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Werbeplakat für die NATO, Illustration von Helmuth Ellgaard
Werbeplakat für die NATO, Illustration von Helmuth Ellgaard

Foto: Holger.Ellgaard
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Sollte die USA die NATO verlassen, kämen auf Europa Kosten über 350 Milliarden Dollar zu. Das geht aus einer Studie des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London hervor, über die der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

In der Studie untersuchten die Militärexperten anhand von zwei Szenarien, welche militärischen Lasten die Europäer in einem solchen Fall übernehmen müssten. So fehlten in einem Krisenszenario, in dem die NATO knapp unterhalb eines bewaffneten Konfliktes die Sicherung der internationalen Seewege schützen müsste, Kriegsschiffe und Flugzeuge im Anschaffungswert von etwa 94 bis 110 Milliarden Dollar, heißt es in der IISS-Studie. Um die USA zu ersetzen, müssten die Europäer allein 16 hochmoderne Fregatten beschaffen, mit geschätzten Kosten zwischen 20 und 31 Milliarden Dollar.

Außerdem bräuchten sie zehn Luftabwehr-Zerstörer, geschätzte Kosten zwischen 19 und 21 Milliarden Dollar, heißt es in der IISS-Studie weiter. Der Studie zufolge wären noch sehr viel größere Investitionen notwendig, um für einen begrenzten Landkrieg mit Russland gerüstet zu sein. Das IISS rechne in diesem Fall mit reinen Investitionskosten von 288 bis 357 Milliarden Dollar. Teuerster Posten wäre die Anschaffung von bis zu 90 Batterien von "Patriot"-Abwehrraketen, die bis zu 78 Milliarden Dollar kosten könnten, heißt es in der IISS-Studie, über die der "Spiegel" berichtet. Schwere Kampfpanzer, Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge wären die nächsten drei großen Posten. Die Studie des IISS sei vom Auswärtigen Amt in Berlin angeregt und mitfinanziert worden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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