Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Neue Umfrage sieht Mehrheit für "Brexit"

Neue Umfrage sieht Mehrheit für "Brexit"

Archivmeldung vom 11.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Jeff Djevdet, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Jeff Djevdet, on Flickr CC BY-SA 2.0

Knapp zwei Wochen vor dem Referendum über einen EU-Austritt Großbritanniens zeigt eine neue Umfrage eine signifikante Mehrheit für den "Brexit".

Laut der Erhebung des Marktforschungsinstituts ORB im Auftrag der Zeitung "The Independent" würden aktuell 55 Prozent für einen EU-Austritt stimmen, 45 Prozent wollen in der Europäischen Union bleiben. Der Vorsprung der EU-Kritiker habe sich in dieser Umfragereihe von zwei Prozent bei der Umfrage im April auf nunmehr zehn Prozent erhöht, schreibt die Zeitung.

Eine solch deutliche Führung der "Brexit"-Befürworter hatte ORB bislang noch nie gemessen. Zu Beginn der Umfragereihe hatten die EU-Anhänger einen 10-Prozent-Vorsprung, nun ist es umgekehrt.

Zudem sei die Wahlbereitschaft unter Anhängern eines Verbleibs des Königreiches in der Union mit 66 Prozent deutlich geringer als jene der Befürworter (78 Prozent).

Andere Umfragen sehen beide Lager gleichauf.

Für die aktuelle Umfrage wurden 2.000 Personen auf der Insel befragt.

Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen "Brexit"

79 Prozent der Deutschen haben sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Forschung für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ausgesprochen.

Die meisten Gegner eines "Brexit" finden sich mit 89 Prozent bei den Anhängern der CDU/CSU, bei Anhängern von SPD und Grünen sind es 86 Prozent. Unter den Anhängern der Linken sind 69 Prozent gegen einen Austritt Großbritanniens, bei AfD-Anhängern sind es nur 56 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Befragten, 53 Prozent, geht davon aus, dass ein "Brexit" keine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland hätte. 36 Prozent glauben, dass es Deutschland nach einem "Brexit" wirtschaftlich schlechter ginge.

13 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass auch Deutschland anstreben sollte, die EU zu verlassen, 83 Prozent sind dafür, in der EU zu bleiben. Unter Arbeitern sprachen sich nur 71 Prozent für den Verbleib in der EU aus, bei Selbstständigen und Freiberuflern waren es 92 Prozent.

Henkel-Chef warnt vor Brexit

Der am 1. Mai gestartete neue Henkel-Chef Hans van Bylen macht sich größere Sorgen wegen eines möglichen Austritts von Großbritannien aus der EU. Dies erklärt er in einem Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Die direkten Folgen eines Brexit wären für für den Dax-Konzern zwar "sicherlich begrenzt", weil Henkel in Großbritannien "nur rund 400 Millionen Euro des Jahresumsatzes von über 18 Milliarden Euro (2015)" mache. Aber er fährt fort: "Sorgen würden uns aber die indirekten Folgen eines Austritts der Briten bereiten: Die Politik in Europa polarisiert sich, extreme Positionen gewinnen in vielen Ländern an Bedeutung. Das ist kein gutes Umfeld für die Stabilität in der Gesellschaft und Wirtschaftswachstum."

Van Bylen erwartet grundsätzlich weitere Turbulenzen in der Weltwirtschaft: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir als globaler Konzern mit einem Auslandsanteil von mehr als 80 Prozent auch weiter hohe Volatilität in unseren Märkten bewältigen müssen."

Henkel bleibt bei der Strategie des alten Vorstandschefs Kasper Rorsted, dass der Konzern überdurchschnittlich in Ländern außerhalb der klassischen Industrieländer wächst: "Wir halten daran fest, in Wachstumsländern auch künftig überdurchschnittliche Zuwächse zu erzielen", sagt van Bylen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Rheinische Post (ots)

Videos
Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Vortrag von Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte tirana in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige