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Medien: Russisches Verteidigungsministerium präsentiert neue Fakten zum Il-20-Abschuss

Archivmeldung vom 24.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flugzeug vom Typ Il-20
Flugzeug vom Typ Il-20

Foto: Автор
Lizenz: GFDL 1.2
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Tragödie der russischen Il-20-Aufklärungsmaschine über Syrien hat zu schweren politischen und diplomatischen Verwerfungen geführt. Russland hat bereits konkrete Reaktionsschritte angekündigt. Nun präsentiert das russische Verteidigungsministerium neue Fakten zum Il-20-Abschuss. Dies berichtet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf der deutschen Webseite: "Das russische Verteidigungsministerium hat neue Fakten zum Il-20-Abschuss präsentiert und sekundengenau die Positionen der israelischen Kampfjets, des russischen Il-20-Aufklärungsflugzeuges und der Raketen des syrischen S-200-Abwehrsystems zum Zeitpunkt der Tragödie aufgezeigt.

Die neuen Daten konnten dank der russischen S-400-Abwehrsysteme in der Basis Hmeimim ermittelt werden — die S-400-Systeme führen eine pausenlose Überwachung und Kontrolle des syrischen Luftraumes durch.

Folgende Umstände der Tragödie sind laut dem russischen Verteidigungsamt unwiderlegbar ersichtlich:

  • In den neuen Daten ist eindeutig festzustellen, dass die Flugbahn der syrischen S-200-Rakete zunächst auf den israelischen Kampfjet ausgerichtet ist,
  • Einer der israelischen Kampfjets befindet sich zum Zeitpunkt der Tragödie in neun bis zehn Kilometern Höhe im gleichen Winkel wie die russische Aufklärungsmaschine,
  • Um 22:02 Uhr wechselt das autonome Zielerfassungssystem der S-200-Rakete ihr Ziel vom kleineren Flugobjekt, zum größeren, welches die Il-20 ist,
  • Die Rakete führt dabei eine scharfe Flugbahnänderung durch und fliegt weiter in Richtung der deutlich größeren und langsameren russischen Maschine,
  • Direkt nach dem Einschlag in die Il-20 ändert der israelische Kampfjet umgehend seine Richtung und Höhe, bleibt jedoch in dem Gebiet und patroulliert weiterhin westlich der syrischen Region Latakia.

Laut dem russischen Verteidigungsministerium sind die neuen Daten keine Hinweise oder Indizien für die Schuld Israels mehr, sondern Beweise, die die israelische Verantwortung klar belegen.

Die Bekundungen der israelischen Militärs, dass sie keine Schuld für die Tragödie tragen, seien "falsch".

Zudem verweist die russische Verteidigungsbehörde darauf, dass die israelische Luftwaffe ähnliche Provokationen bereits früher ausgeführt habe. So hätten Israels Flugzeuge beispielsweise bereits am 17. September ähnliche gefährliche Manöver ausgeführt — und zwar in einem Gebiet, wo sowohl militärische als auch zivile Flugzeuge die russische Basis in Hmeimim ansteuern.

Dadurch hätten sie eine eindeutige Gefahr für zivile Flugzeuge aufgebaut.

All die genannten Fakten seien aus den Daten der S-400-Komplexe aufgezeichnet worden.

Das russische Verteidigungsamt hat ein 3D-Video veröffentlicht, das den Abschuss der russischen Il-20 im Luftraum über Syrien zeigt.

Das Video zeigt die Route des Flugzeuges und seine ungefähre Position, als es von einer Rakete der syrischen Luftabwehr getroffen wurde. Im Video ist auch die Position der israelischen Kampfjets F-16 während des Abschusses dargestellt: Laut dem 3D-Modell haben sie das russische Flugzeug als Deckung benutzt.

Israel reagiert auf Russlands Vorwürfe

Das russische Verteidigungsministerium hat schwere Vorwürfe gegen die israelische Luftwaffe erhoben und sie für den Absturz der russischen Il-20-Aufklärungsmaschine über Syrien verantwortlich gemacht. Nun hat die israelische Armee auf Russlands Anschuldigungen reagiert.

In einer Pressemitteilung behaupten israelische Militärs, die israelischen Luftstreitkräfte hätten sich während der Operation in Syrien nicht hinter der russischen Il-20 versteckt. Die russische Seite sei rechtzeitig über die Operation benachrichtigt worden.

„Der Mechanismus zur Vermeidung von Konflikten ist in der relevanten Zeit angewendet worden (wie er in den letzten zweieinhalb Jahren verwendet wird). Die israelische Luftwaffe hat sich hinter keinem Flugzeug versteckt“, hieß es in dem Statement.

Israel wiederholte: In dem Augenblick, in dem die Il-20 durch die syrische Luftabwehrrakete abgeschossen worden sei, hätten sich die israelischen Maschinen bereits in ihrem Luftraum befunden."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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