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Sonneborn stellt Kollegen im EU-Parlament schlechtes Zeugnis aus

Archivmeldung vom 09.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Martin Sonneborn bei einer Tour der Titanic Boy Group (2012)
Martin Sonneborn bei einer Tour der Titanic Boy Group (2012)

Foto: TobiasK
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chef der Satirepartei "Die Partei", Martin Sonneborn, hat seinen Kollegen im Europäischen Parlament kein gutes Zeugnis ausgestellt: "Ich habe schon als Reporter im Bundestag wenige Politiker getroffen, die zugleich intelligent und idealistisch sind. Im EU-Parlament, das ist mein vorsichtiger erster Eindruck, sind es noch weniger", so Sonneborn im Magazin "Der Spiegel".

Die meisten der Abgeordneten könnten nicht über ihn lachen, so seine Beobachtung. "Vor allem einige Sozialdemokraten sind erstaunlich humorlos und überlegen genau, ob sie mit mir reden." Die Abgeordneten ärgere, dass er sage: "EU-Parlamentarier ist ein toller Job – wenig Arbeit, viel Geld." Wer Satire mache, müsse auf die eigene moralische Position vertrauen, sagte Sonneborn im "Spiegel". "Wenn man Sachen zu sehr darauf abklopft, ob sie möglicherweise jemandem Kummer bereiten, kommt man nicht mehr zum Arbeiten."

Der Anschlag auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins "Charlie Hebdo" ändere an seiner Haltung nichts. "Im Gegenteil, das motiviert eher." Die Redaktion von "Charlie Hebdo" habe auch dann noch weitergemacht, nachdem bereits 2011 ein Brandanschlag auf sie verübt worden war. "Ich fürchte, das ist eine Charaktersache."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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