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Ex-BND-Chef warnt vor Huawei bei 5G-Ausbau

Archivmeldung vom 13.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, hat eindringlich vor möglichen Risiken durch eine Beteiligung des chinesischen Unternehmens Huawei am Aufbau des neuen Mobilfunksandards 5G gewarnt.

"Es gibt Risiken, die mit 5G und einer möglichen Beteiligung von Huawei daran verbunden sind", sagte Schindler den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Im Ernstfall könne es sogar das gesamte deutsche Netz lahmlegen. Das erste Risiko sei die Kommunikationssicherheit: Wer die neue Technologie bereitstelle, der sei auch "in der Lage, Kommunikationsinhalte abzugreifen". Das zweite Risiko sei die Betriebssicherheit: "Die Technologie von Huawei ist anderthalb bis zwei Jahre weiter als unsere", sagte Schindler.

"Wir sind also gar nicht in der Lage, zu beurteilen, was da eingebaut wird. Es sind daher Szenarien denkbar, dass im Krisenfall unser Netz abgeschaltet wird, worauf wir nicht vorbereitet sind ", so der ehemalige BND-Präsident. Das dritte Risiko bestehe darin, dass derjenige, der jetzt 5G bereitstelle, nahezu zwangsläufig auch die nächsten Mobilfunk-Generationen bereitstellen werde. "Wir würden also in eine strategische Abhängigkeit von China hinein rutschen. Das alles sollte man berücksichtigen, wenn man diese Entscheidung trifft", sagte Schindler den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Derzeit wird in der Bundesregierung beraten, ob und wie Huawei am deutschen Netzausbau beteiligt werden kann. Eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes sei geplant, berichten die Zeitungen unter Berufung auf eigene Informationen. Danach sollen technische Komponente sicherheitsüberprüft werden; außerdem sollen Unternehmen zusichern, dass sie keine Spionage betreiben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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