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FDP-Chef Lindner für Aufschub bei Brexit

Archivmeldung vom 15.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Rareclass, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Rareclass, on Flickr CC BY-SA 2.0

FDP-Chef Christian Lindner hat sich dafür ausgesprochen, den Briten beim Brexit einen Aufschub zu gewähren. "Wenn das Vereinigte Königreich eine Fristverlängerung wünscht, sollte die EU diese gewähren", sagte FDP-Chef Christian Lindner der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

"Wir alle können kein Interesse an einem Desaster haben", betonte der Liberale und verwies darauf, dass sich die Briten aus der "schwierigen Lage" nur selbst befreien könnten. Das Unterhaus sei offensichtlich nicht handlungsfähig. "Hoffentlich wächst noch die Einsicht, dass ein zweites Referendum sinnvoll wäre. Unsere Partner von den Liberaldemokraten fordern das bereits", erklärte Lindner.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), sprach sich sogar für eine großzügige Regelung aus. "Für die Briten sollte es eine einmalige großzügige Verlängerung für den Brexit geben. Wenn die Briten bis Ende des Jahres benötigen, den Austritt aus der EU zu organisieren, dann sollte die EU diese Frist gewähren", sagte Röttgen ebenfalls der "Rheinischen Post". Sollten die Briten ein zweites Referendum abhalten wollen, dann sei das im europäischen Interesse. "Was den Brexit-Deal betrifft, hat die EU ausverhandelt. Da kann es keine weiteren Änderungen zugunsten der Briten geben."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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