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Niederländische Fregatte im Schwarzen Meer: Moskau stuft es „bewusste Provokation“ ein

Archivmeldung vom 01.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Außenministerium der Russischen Föderation
Außenministerium der Russischen Föderation

Foto: Anonymous101
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das russische Außenministerium hat das jüngste Manöver der niederländischen Fregatte „Evertsen“ im Schwarzen Meer als willentliche und mit der Nato abgestimmte Provokation eingestuft. Dies meldet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es diesbezüglich auf deren deutschen Webseite: "Das niederländische Verteidigungsministerium erklärte am gestrigen Mittwoch, die russischen Streitkräfte hätten eine „bedrohliche Lage“ für die Fregatte „Evertsen“ geschaffen, als diese sich auf Manöverfahrt im Schwarzen Meer südöstlich der Krim befunden habe. Jagdbomber der russischen Marineflieger seien „gefährlich tief und nah“ am niederländischen Kampfschiff vorbeigeflogen und hätten über mehrere Stunden „Angriffe simuliert“.

Nach Auffassung des russischen Außenministeriums aber stellt sich der Vorfall als bewusste Provokation vonseiten der Nato dar. Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa sagte: „Bedenkt man, dass sich der Vorfall mit der ‚Evertsen‘ am Tag nach dem Vorfall mit dem britischen Zerstörer ‚Defender‘ ereignete, dann wird es schwierig, nicht zu betonen, dass die Niederländer in Koordination mit der Nato und in direktem Kontakt mit den Briten handelten.“

Fregatten-Ereignis folgt auf Zerstörer-Vorfall

Der britische Zerstörer „Defender“ hatte am 23. Juni die russische Seegrenze überquert und war bis zu drei Kilometer weit in die russischen Hoheitsgewässer im Raum des Kaps Fiolent an der Krimküste eingedrungen.

Ein Patrouillenschiff gab nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mehrere Warnschüsse ab, woraufhin ein Jagdbomber der russischen Marineflieger Bomben am Fahrweg des Zerstörers abwarf, um das britische Schiff zu einer Kursänderung zu veranlassen.

London erklärte, das britische Kriegsschiff habe dem Völkerrecht entsprechend eine „friedliche Durchfahrt“ durch ukrainische Territorialgewässer unternommen. Gegen die „Defender“ seien keine Schüsse gerichtet gewesen, am Fahrweg des Schiffes seien keine Bomben abgeworfen worden. Premierminister Boris Johnson zufolge war die Durchfahrt im Schwarzen Meer „durchaus angebracht“.

Präsident Putin bezeichnete den Zwischenfall jedoch als Provokation und betonte, dass das britische Schiff unter Beobachtung eines amerikanischen Aufklärungsflugzeugs agiert habe. Die britische Botschafterin in Moskau wurde im Zusammenhang mit dem Vorfall ins russische Außenministerium einbestellt, wo entschiedener Protest eingelegt wurde.

Nato-Manöver „Sea Breeze“

Das Schwarze Meer ist gegenwärtig Schauplatz eines großen Seemanövers der Nato. Die zweiwöchige Übung unter dem Codenamen „Sea Breeze“ hat am Montag im Nordwesten des Schwarzen Meeres begonnen. Beteiligt sind Soldaten und Seeleute aus der Ukraine, den USA und etwa 30 weiteren Ländern. Moskau sieht das Nato-Manöver als Sicherheitsrisiko an und hatte die Vereinigten Staaten im Vorfeld zum Verzicht auf die Übung aufgerufen."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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