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Ankara stellt Forderung an Washington: „Unverzüglich aus Manbidsch zurückziehen“

Archivmeldung vom 27.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Mevlüt Çavuşoğlu (2015)
Mevlüt Çavuşoğlu (2015)

By Mohammad Hassanzadeh, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47920010

Die türkische Offensive in Nordsyrien in Richtung der Stadt Afrin dauert an, jetzt will Ankara sie auch auf die Stadt Manbidsch weiter östlich ausweiten, wo allerdings US-Truppen stationiert sind. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat die USA nun zum sofortigen Rückzug aufgefordert. Die nordsyrische Stadt Manbidsch liegt etwa hundert Kilometer östlich der Region Afrin und könnte zum nächsten Ziel der türkischen Offensive werden.

Weiter heißt es es auf der deutschen Ausgabe von Sputnik: "Hierfür müssten allerdings die US-Soldaten ihre Stellungen in dieser Stadt verlassen, um nicht während der Offensive unter türkisches Feuer zu geraten. „Sie müssen sich unverzüglich aus Manbidsch zurückziehen“, forderte hierfür der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu von Washington.

Zudem solle Washington seine Unterstützung für die Kurden einstellen — vor allem was die US-Waffenlieferungen angehe, so die Forderungen aus Ankara. Manbidsch wird zurzeit von der kurdischen YPG-Miliz kontrolliert, die die Stadt mit Hilfe von US-Militärs im letzten Jahr vom IS erobern konnte. Zwischen Washington und der YPG hat sich dabei eine Art Kampfallianz herausgebildet, die die Türkei jedoch als eine Gefahr für ihre Sicherheit ansieht.

Ankara betrachtet die YPG-Kämpfer als Terroristen, weil sie enge Verbindungen zur verbotenen Kurdenpartei PKK haben bzw. deren Ableger sind. Mittlerweile wächst zwischen Beobachtern die Sorge, dass es in Folge der türkischen Offensive zu einem direkten Zusammenstoß zwischen den USA und der Türkei kommen könnte – beide sind zu alledem Nato-Staaten.

Bereits am Freitag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine mögliche Ausweitung des Militäreinsatzes in Nordsyrien bis zur irakischen Grenze angekündigt. Am 20. Januar hatte der türkische Generalstab die Militäroperation „Olivenzweig“ gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG sowie die Partei der Demokratischen Union (PYD) in der syrischen Stadt Afrin angekündigt. In Afrin leben rund 1,5 Millionen Kurden und Flüchtlinge aus anderen Gebieten Syriens.

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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