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Sahra Wagenknecht: Bankenrettung auf Zypern ist Fass ohne Boden

Archivmeldung vom 20.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sahra Wagenknecht Bild: sahra-wagenknecht.de
Sahra Wagenknecht Bild: sahra-wagenknecht.de

"Die Bankenrettung auf Zypern ist ein Fass ohne Boden", kommentiert Sahra Wagenknecht die Forderung des zypriotischen Präsidenten Nikos Anastasiadis nach neuen Hilfen für die Bank of Cyprus.

Die Erste Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: "Der zypriotische Präsident soll laut einem Gutachten der Beraterfirma Alvarez und Marsal Familienangehörige und reiche Anleger vor der Zwangsabgabe auf Bankeinlagen in Zypern gewarnt und damit Beihilfe zur Geldwäsche geleistet haben. Es verwundert daher nicht, dass Anastasiadis die Kapitalverkehrskontrollen statt der Kürzungspakte gegen die große Mehrheit der Zyprioten zum Problem für Zyperns Wirtschaft erklärt. Er will noch mehr Geld aus dem Land schleusen und dafür die europäischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Haftung nehmen.

Statt Zombiebanken auf Zypern künstlich zu beatmen, muss eine echte Teil-Insolvenz des Bankensektors durchgeführt werden und der Aufbau von öffentlichen und strikt regulierten Good Banks eingeleitet werden. Dies erfordert eine Vermögensabgabe für Millionäre auf Zypern sowie die Pfändung der unter anderem nach Malta und Groß-Britannien überführten Fluchtgelder. Banken die sich weiterhin in derartigen Steueroasen engagieren, ist notfalls die Lizenz zu entziehen. Darüber hinaus sind die Gläubiger Zyperns, die Eigentümer der Banken, die Inhaber vorrangiger und nachrangiger Bankanleihen sowie die Einlagen ausländischer Banken und Geldmarktfonds vollständig zur Deckung der Verluste der Banken heranzuziehen."

Quelle: Fraktion DIE LINKE. (ots)

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