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Pausder will mehr finanzielle Anreize in Europa

Archivmeldung vom 04.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Internet-Unternehmerin Verena Pausder fordert die Politik auf, mehr Anreize für private Investoren zu schaffen. "Das Silicon Valley ist uns voraus, weil die Finanzierungsrunden dort sehr groß geworden sind", sagte Pausder der "Welt am Sonntag".

Unternehmen würden erst sehr spät verkauft oder gingen an die Börse, "wenn sie eine Größe erreicht haben, mit der sie ganze Märkte verändern können. An diesen Punkt kommen wir in Europa nicht, weil wir zu früh verkaufen", so die Internet-Unternehmerin weiter. In Europa dagegen würden größere Kapitalrunden vor allem getragen von chinesischen, japanischen oder US-Fonds oder Unternehmen. Diese übten oft einen starken Einfluss aus und drängten die Unternehmen dazu, in die USA oder nach China zu gehen, weil dort die Märkte größer seien. Europa spiele dann keine Rolle mehr.

"Wir müssen die Kapitalausstattung unserer heimischen Fonds deutlich vergrößern, damit wir große Finanzierungsrunden mit europäischem Geld stemmen können", so Pausder. Es würde helfen, Anreize für private Investoren zu schaffen. In Großbritannien und Frankreich gebe es dafür beispielsweise Steuererleichterungen. "Bei uns wird seit Jahren viel geredet, aber wenig gemacht", sagte die Internet-Unternehmerin der "Welt am Sonntag". Pausder ist Mitglied im Innovation Council von Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) sowie im Beirat Junge Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsministeriums.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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