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Mißfelder hofft auf demokratischen Machtwechsel in Nigeria

Archivmeldung vom 01.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Philipp Mißfelder Bild:  World Economic Forum, on Flickr CC BY-SA 2.0
Philipp Mißfelder Bild: World Economic Forum, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der außenpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Philipp Mißfelder (CDU), hofft nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria auf einen demokratischen Machtwechsel in dem westafrikanischen Staat. Die Unionsfraktion begrüße "den friedlichen Verlauf der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria, nach denen der Kandidat der Opposition, Muhammadu Buhari, offenbar die Mehrzahl der Stimmen hinter sich vereinen konnte", so Mißfelder am Mittwoch.

"Trotz der Angst vor Anschlägen durch die Terrormiliz Boko Haram haben viele Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Dies und die Tatsache, dass Amtsinhaber Goodluck Jonathan bereits seine Niederlage eingestanden hat, sind gute Zeichen für ein Erstarken der Demokratie in dem westafrikanischen Land." Es bleibe zu hoffen, "dass es auch nach der Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses ruhig bleibt und etwaige Manipulationsvorwürfe allein auf rechtlichem Wege geklärt werden", so Mißfelder weiter.

Mit dem Wahlsieg von Buhari würden nicht nur viele Nigerianer die Hoffnung verbinden, dass dieser entschieden gegen die Gewalt von Boko Haram im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias vorgehe. "Auch wir in Europa hoffen, dass die unzähligen von der Terrormiliz entführten Frauen und Kinder bald wieder nach Hause zurückkehren können. Nach Angaben der UN hat die Boko Haram allein in diesem Jahr bereits eintausend Zivilisten in Nigeria und den angrenzenden Ländern getötet", so Mißfelder. Der einstige Militärdiktator Buhari hatte Nigeria von Ende 1983 für knapp zwei Jahre regiert, nachdem er den demokratisch gewählten Präsidenten Shehu Shagari in einem Militärputsch gestürzt hatte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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