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Russland: Syrien soll Chemiewaffen unter internationale Kontrolle stellen

Archivmeldung vom 09.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Flagge der Arabischen Republik Syrien
Flagge der Arabischen Republik Syrien

Im Syrien-Konflikt richtet nun auch Russland eine Forderung an die Regierung von Präsident Baschar al-Assad: Diese solle die Chemiewaffen des Landes unter internationale Kontrolle stellen, so der russische Außenminister Sergej Lawrow. Auf diesem Wege könne ein möglicher Militärschlag noch verhindert werden, hieß es zur Begründung, berichtet die Agentur Interfax.

Von Syrien werde nun eine schnelle Antwort erwartet, so Lawrow demnach weiter. Die russische Forderung kommt überraschend, da sich das Land bisher als Verbündeter auf die Seite Syriens gestellt hatte. Auch aus den USA war am Montag eine Bedingung zur Vermeidung eines Militärschlags verlautet. US-Außenminister John Kerry hatte erklärt, es werde keinen Angriff geben, wenn Syrien innerhalb von einer Woche alle Chemiewaffen an die internationale Gemeinschaft übergibt.

Später hieß es von Seiten des US-Außenministeriums jedoch, dass dieses Ultimatum eine "rhetorische Bemerkung" von Kerry gewesen sei. Mit dieser sollte unterstrichen werden, dass es unwahrscheinlich beziehungsweise sogar unmöglich sei, dass Assad die Chemiewaffen übergeben könnte.

Obama wirbt für Militäreinsatz gegen Syrien

US-Präsident Barack Obama ringt weiter um Zustimmung für einen Militäreinsatz gegen Syrien. In sechs Fernsehinterviews und einer Rede an die Nation will der US-Präsident Kongress und Senat sowie die Bevölkerung in dieser Woche von der Notwendigkeit eines Angriffs auf Syrien überzeugen. Nach dem Ende der Sommerpause nimmt der US-Kongress am Montag seine Beratungen auf, es zeichnet sich jedoch massiver Widerstand gegen die Pläne des Präsidenten ab.

Der Stabschef im Weißen Haus, Denis McDonough, räumte ein, dass die USA keine "unwiderlegbaren, über jeden Zweifel erhabene Beweise" für einen Giftgaseinsatz der syrischen Regierungstruppen hätten. Auch in der US-Bevölkerung trifft ein Syrien-Einsatz auf harsche Kritik. Dem syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad wird vorgeworfen, für einen Giftgasangriff in Damaskus am 21. August verantwortlich zu sein, der mehr als 1.000 Menschen das Leben kostete, darunter auch über 400 Kinder.

Übergabe von Chemiewaffen: USA räumen Syrien Ultimatum ein

Die USA haben dem syrischen Regime von Präsident Baschar al-Assad ein Ultimatum zur Vermeidung eines Militärschlags eingeräumt. Wie US-Außenminister John Kerry am Montag erklärte, werde es keinen Angriff geben, wenn Syrien innerhalb von einer Woche alle Chemiewaffen an die internationale Gemeinschaft übergibt.

Assad hatte zuletzt in einem Fernsehinterview die Verantwortung für den Chemiewaffeneinsatz in seinem Land zurückgewiesen. "Es gibt keine Beweise, dass ich chemische Waffen gegen mein eigenes Volk eingesetzt habe", sagte er in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CBS. Dem syrischen Staatspräsidenten wird vorgeworfen, verantwortlich für einen Giftgasangriff in Damaskus am 21. August zu sein, der mehr als 1.000 Menschen das Leben kostete, darunter auch über 400 Kinder.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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