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Österreichs Außenminister warnt EU vor zu enger Kooperation mit Türkei

Archivmeldung vom 13.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sebastian Kurz, 2013
Sebastian Kurz, 2013

Foto: Ailura
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz warnt die Europäische Union bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise vor einer zu engen Zusammenarbeit mit der Türkei. "Wir sollten nur Aufgaben an die Türkei übertragen, für die wir die Türken auch unbedingt brauchen - etwa für die Rückstellung von Flüchtlingen", sagte Kurz der "Welt".

Wenn die EU die Sicherung ihrer Außengrenzen an Erdogan delegiere, entstehe "eine massive Abhängigkeit, die ich für sehr gefährlich halte", sagte der ÖVP-Politiker. Es sei nachvollziehbar, "dass viele Politiker Angst vor hässlichen Bildern bei der Grenzsicherung haben", so Kurz weiter. "Es kann aber nicht sein, dass wir diesen Job an die Türkei übertragen, weil wir uns die Hände nicht schmutzig machen wollen. Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen."

Grundsätzlich sei eine Kooperation mit Ankara in der Flüchtlingskrise aber notwendig. Kurz übt zudem deutliche Kritik am EU-Mitgliedsstaat Griechenland. "Wir müssen von Athen verlangen und die Griechen darin unterstützen, die EU-Außengrenzen effektiv zu sichern." Der Schutz der Außengrenzen sei entscheidend dafür, dass die Reisefreiheit im Schengenraum erhalten bleibe. "Ohne Druck auf Griechenland wird es nicht gehen", sagte Kurz und kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Europäischen Union: "Es ist kontraproduktiv, wenn Brüssel Griechenland dabei finanziell unterstützt, die Flüchtlinge möglichst schnell von den griechischen Inseln mit Fähren an die mazedonische Grenze zu transportieren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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