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US-Botschafter Murphy: Geheimhaltungsstandards werden geändert

Archivmeldung vom 06.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Philip D. Murphy Bild: United States Department of State
Philip D. Murphy Bild: United States Department of State

Der US-Botschafter in Deutschland, Philip Murphy, hat angesichts der Wikileaks-Enthüllungen eine Änderung der Geheimhaltungsstandards in den US-Botschaften angekündigt. "Natürlich lernen wir unsere Lektionen", sagte der Top-Diplomat am Montag in einem Interview der Märkischen Oderzeitung.

Über die Art und Weise, wie Gespräche geheim gehalten werden können, sei eine Diskussion im Gange. Den Verursacher der Turbulenzen, die Internet-Plattform Wikileaks, nannte er "absolut und vollkommen verantwortungslos". Durch die Veröffentlichung geheimer Botschafts-Depeschen sei die Welt "komplizierter und weniger sicher" geworden. "Über diese Wikileaks-Veröffentlichungen bin ich unglaublich wütend, und es tut mir unglaublich leid", betonte der Botschafter. "Für den riesigen Kummer, die Peinlichkeit und Verlegenheit, in die unschuldige Menschen geraten sind, möchte ich mich entschuldigen", sagte er. Murphy warb zudem um Deutschland als wichtiger Partner der USA. Mit der Aufnahme von Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo etwa habe Deutschland "einen großen Beitrag" zur Schließung der Haftanstalt geleistet.

Quelle: Märkische Oderzeitung

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