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ADAC-Mitarbeiter stellen Führungsspitze schlechtes Zeugnis aus

Archivmeldung vom 15.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
ADAC
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Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Die ADAC-Mitarbeiter stellen ihrem Arbeitgeber aktuell ein schlechtes Zeugnis aus. Dies ist das Ergebnis zweier Mitarbeiterbefragungen, über die das "Handelsblatt" berichtet. Fast zwei Drittel der 1.400 Teilnehmer bewerteten die Stimmung auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (überhaupt nicht gut) mit den Noten 5 und 6.

Als Arbeitgeber weiterempfehlen wollen den ADAC nur noch maximal 25 Prozent, nachdem es 2016 noch 68 Prozent waren. Vor gut zweieinhalb Jahren hatte der ADAC sich umfassend reformiert und eine neue, auf drei Säulen beruhende Unternehmensstruktur gegeben. In den Augen der Beschäftigten hat die Reform das Klima dramatisch verschlechtert. Einige der Befragten kritisierten, dass Führungskräfte ihre Konflikte auf dem Rücken der Mitarbeiter austragen. Zwischen den Geschäftsführern des Vereins und den Vorständen der Aktiengesellschaft herrsche permanenter Zwist, Machtspiele vergifteten das Klima, lauteten weitere Kommentare.

Vom "Handelsblatt" auf diese Aussagen angesprochen, kommentierte ADAC-Präsident August Markl: "Die Ergebnisse der Mitarbeiterumfragen haben mich in ihrer Deutlichkeit überrascht, zweifellos." Allerdings seien tiefgreifende strategische und strukturelle Veränderungsprozesse "natürlich immer mit Unsicherheiten und neuen Herausforderungen verbunden". Derzeit implementiert der ADAC das Zukunftsprogramm "Pole Position", mit dem er sich vom Pannenhelfer zum modernen Mobilitätsdienstleister wandeln will. Das Programm ist auch mit Einschnitten in der Belegschaft verbunden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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