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Frankreich erhöht Druck zur Durchsetzung von neuem EU-Solidaritätsfonds

Archivmeldung vom 06.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bruno Le Maire  (2017)
Bruno Le Maire (2017)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Frankreich erhöht den Druck zur Durchsetzung eines neuen europäischen Solidaritätsfonds als Antwort auf die Coronakrise: Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire wolle beim Zusammentreffen der Finanzminister der Eurozone per Video-Konferenz am morgigen Dienstag einer gemeinsamen Lösung nur zustimmen, wenn die Länder dem Solidaritätsfonds grundsätzlich zustimmen.

Das sagte er am Montag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Franzosen befürworten den Einsatz des europäischen Rettungsschirms ESM und der Europäischen Investitionsbank sowie den Plan von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) einer europäischen Arbeitslosenrückversicherung

. "Doch wir brauchen auch die vierte Etage, sonst zündet die Rakete nicht", forderte Le Maire. Wenn "diese vierte Etage morgen nicht in dem Plan enthalten" sei, dann werde Frankreich "eine Fortsetzung der Diskussionen verlangen. Einen Plan mit nur drei Etagen akzeptieren wir nicht", so der französische Wirtschafts- und Finanzminister weiter. Von einem schrittweisen Vorgehen, das weitere Antworten der Regierungen erst für später vorsieht, hält er nichts. "Es macht keinen Sinn alle 14 Tage oder Monate wieder zusammenzukommen, um unter Zeitnot neue Instrumente zu definieren. Wir müssen gleich von Anfang an alle Instrumente zur Verfügung haben", sagte Le Maire.

Die Details zum neuen Fonds müssten am Dienstag nicht beschlossen werden, doch Frankreich fordere ein grundsätzliches Einverständnis. Der von den Franzosen geforderte Solidaritätsfonds ist für die Zeit des wirtschaftlichen Neustarts nach der Krise gedacht. Durch gemeinsame Schulden der Eurozonen-Länder soll er finanziert werden. "Doch es handelt sich dabei überhaupt nicht um die alte Idee der Eurobonds", so der französische Wirtschafts- und Finanzminister. Der Fonds solle nur fünf bis zehn Jahre laufen. Er solle mit den Altschulden der Mitgliedsländer nichts zu tun haben, stattdessen nur Investitionen finanzieren. Zudem sollten seine Schulden noch während der Laufzeit des Fonds getilgt werden - durch nationale Beiträge oder durch eine "Solidaritätsbesteuerung", sagte Le Maire der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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