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Olympiastützpunkt-Leiter fordert: Trainer müssen zehn Prozent mehr verdienen als Lehrer

Archivmeldung vom 25.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Der Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland, Michael Scharf, befürchtet bis zum Start der Leistungssportreform einen wahren Exodus von Trainern ins Ausland, wo sie in der Regel mehr verdienen können. "Wir haben eine Reform beschlossen, die aber erst 2018/2019 zur Wirkung kommt. Anstatt das Trainer-Thema sofort anzupacken, wird aktuell ein Stückwerk toleriert, das dazu führt, dass wir viele fähige Trainer verlieren, bevor die Reform startet", sagte Scharf der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

"Ich sage jungen Trainern: Macht den Trainerjob, aber macht ihn auch immer mit dem Ziel, ihn als Bühne für den internationalen Markt zu nutzen." Neben langen Arbeitstagen und befristeten Arbeitsverträgen sehen sich Trainer in Deutschland damit konfrontiert, dass ihre Tätigkeit kein anerkannter Beruf ist und der Verdienst zum Beispiel im Lehrerberuf in der Regel höher ist.

"Um eine Verbesserung der Situation für die Trainer im Leistungssport zu erreichen, müsste als eine Maßnahme das Gehalt um zehn Prozent über dem liegen, was ein Lehrer verdient", fordert Scharf, der gleichzeitig auch Präsident des Verbandes für Modernen Fünfkampf ist.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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