Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wissenschaft Kunst spornt Gehirn zur Höchstleistung an

Kunst spornt Gehirn zur Höchstleistung an

Archivmeldung vom 08.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Sternennacht" des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh.
"Sternennacht" des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh.

Bild: mpg.de

Ansprechende Kunstwerke aktivieren nicht nur sensorische Gehirnregionen. Das hat ein internationales Forscher-Team unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik im Zuge der Untersuchung der Hirnaktivität beim Betrachten verschiedener Kunstwerke ermittelt.

Effekt nach nur 15 Sekunden

Ästhetische Erfahrungen entfalten sich über eine gewisse Zeitspanne hinweg, auch wenn das Kunstwerk dabei unverändert bleibt. Die Ergebnisse der Wissenschaftler legen nahe, dass ein Schlüssel zu dieser Dynamik in der Unterscheidung derjenigen Hirnareale liegt, die einerseits auf die Außenwelt, andererseits auf unser Innenleben gerichtet sind.

Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie haben die Experten untersucht, wie das Gehirn reagiert, während Probanden Abbildungen von Kunstwerken bis zu 15 Sekunden lang auf Bildschirmen betrachteten. Im Fokus der Forschung stand ein System von Hirnarealen, das als "Default Mode Network" (DMN) bezeichnet wird und reflektierende mentale Prozesse unterstützt - sozusagen das menschliche Innenleben. Das DMN bewirkt, unabhängig von äußeren Reizen zu denken, zum Beispiel in Form von Tagträumen oder Zukunftsplänen.

Bildästhetik aktiviert das DMN

Normalerweise sinkt die DMN-Aktivität, wenn ein Bild betrachtet wird, und sensorische Gehirnregionen werden stattdessen aktiver. Die neue Studie zeigt jedoch Überraschendes, wie Edward Vessel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik erklärt: "Finden wir ein Kunstwerk ästhetisch ansprechend, werden Teile des DMN wieder aktiv, obwohl der Fokus auf der Außenwelt - dem Kunstwerk - liegt." Ästhetisch ansprechende Kunstwerke aktivieren somit einen außergewöhnlichen Prozess im menschlichen Gehirn, der sowohl äußere Reize als auch mentale und emotionale Reaktionen verarbeitet.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

Anzeige:
Videos
NHS 3.0
Das Universalgenie, die NHS 3.0
Bild: CC0 / Pixabay
NoFap, ein lohnenswertes Ziel?
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige