Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wissenschaft Lohnt sich die Förderung von Bodenschätze auf dem Mond?

Lohnt sich die Förderung von Bodenschätze auf dem Mond?

Archivmeldung vom 20.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: CC0
Bild: CC0

Bodenschätze, deren Förderung auf dem Mond und deren Transport zur Erde beim heutigen Entwicklungsstand der Technik rentabel sein kann, gibt es laut Jewgeni Sljuta, dem Direktor des Labors für Geochemie des Mondes und der Planeten am Institut für Geochemie und analytische Chemie bei der Russischen Akademie der Wissenschaften, nicht. Dies schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter ist auf der deutschen Webseite zu lesen: "„In der gegenwärtigen Zeit gibt es keine solchen Elemente auf dem Mond, die es zweckmäßig wäre, auf die Erde zu bringen. Vorräte von Seltenerdelementen sind auf der Erde in ausreichender Menge vorhanden“, sagte der Wissenschaftler in Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Ihm zufolge ist die Gesamtzahl von Mineralien- und Erzen auf dem Mond um ein Vielfaches geringer als auf der Erde. „Auf dem Mond kommen Mineralien vor, die es auf der Erde nicht gibt. Dabei ist der Mond arm an Mineralien. Uns ist die Präsenz von nur etwa 100 unterschiedlichen Mineralien auf dem Mond bekannt, dabei sind auf der Erde über 5.000 vorhanden. Ein solcher Reichtum ist mit der Präsenz von Wasser auf dem Planeten verbunden. Obwohl der Mond unser natürlicher Satellit ist,“, betonte Sljuta.

Riesige Metallvorkommen auf Mond gefunden

Forscher haben eine magnetische Anomalie am Südpol des Mondes entdeckt, die durch die Überreste eines riesigen, immer noch im Mantel des Erdsatelliten „konservierten“ Asteroiden zu erklären ist. Dies geht aus einer Studie hervor, die in der Zeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht wurde.

Eine riesige Metallmasse soll sich unter der Oberfläche eines der größten Einschlagskrater im Sonnensystem – dem Südpol-Aitken-Becken – befinden. Laut der Zeitschrift soll der Krater infolge des Einschlags eines anderen Himmelskörpers (vermeintlich eines Asteroiden) auf den Mond entstanden sein.

„Stellen Sie sich einen unterirdisch vergrabenen Metallhaufen vor, der fünfmal so groß ist wie Big Island auf den Hawaii-Inseln. Wir sind unerwartet auf eine solche Masse gestoßen“, sagte der Studienleiter und Professor für Planetengeophysik an der Baylor University, Peter James. Laut Wissenschaftlern beträgt das Gewicht der „Anomalie“ etwa 2,4 Billionen Tonnen.

Die Forscher hätten die topografischen Karten des Mondes mit den Daten des Nasa-Programms für Gravitationsfeld und Mondstruktur (GRAIL) verglichen und eine riesige Metalleinsprengung entdeckt. Diese Anomalie im Bereich des Kraters lasse sich durch eine große Menge Metall in mehreren hundert Kilometern Tiefe erklären. Von den Wissenschaftlern erstellte mathematische Modelle würden zeigen, dass im Mondmantel möglicherweise immer noch die Überreste eines superschweren Nickel-Eisen-Asteroiden verbleiben.

Am heutigen Samstag wird weltweit der 50. Jahrestag des Ausstiegs der Erdbewohner auf dem Mond gefeiert. Die Nasa-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin waren am 20.Juli 1969 im Mondmodul des Raumschiffes „Apollo-11“ auf der Oberfläche des Mondes gelandet. Armstrong hatte als erster Erdbewohner am 21. Juli 1969 die Mondoberfläche betreten.

Quelle: Sputnik (Deutschland)

Anzeige:
Videos
Cover des Buches "Drachensturz: UFO-Abstürze - Das ultimative Trauma!"
Drachensturz: UFO-Abstürze - Das ultimative Trauma!
Bild: Harmony United Ltd
Das Harmony Kopfhörer-Set
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige