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Neuer Geländewagen findet versteckte Bomben

Archivmeldung vom 12.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Smarter Geländewagen, der versteckte Bomben aufspürt.
Smarter Geländewagen, der versteckte Bomben aufspürt.

Bild: tue.nl/en

Ein umgerüstetes Geländefahrzeug mit GPS-Empfänger zur Feststellung der Position sowie zwei Kameras, die während der Fahrt 3D-Bilder der Straße aufnehmen, um versteckte Sprengsätze oder Minen rechtzeitig zu erkennen. Dieses System haben Forscher der Technischen Universität Eindhoven realisiert.

Sprengfallen sicher identifizieren

An Bord ist zudem ein leistungsfähiger Rechner, der die aufgenommenen Bilder mit denen vergleicht, die bei einer früheren Fahrt aufgenommen wurden. Stellt das Bildverarbeitungssystem Änderungen fest, die auf eine vergrabene oder getarnte Bombe hindeuten, alarmiert es die Sprengstoffexperten im Fahrzeug. Es meldet sich auch, wenn es Objekte findet, die nicht zu identifizieren sind, etwa Feuerlöscher, die Sprengstoff enthalten können.

Laut Doktorand Dennis van de Wouw verändert das Platzieren einer Bombe die Umwelt. Gras wird niedergetrampelt oder es bleibt eine kahle Stelle zurück, an der zuvor Vegetation zu finden war. Die größte Herausforderung war laut dem experten die Entwicklung der Software für den Bildvergleich in Echtzeit. Die Bilder bei der ersten und den folgenden Fahrten können von leicht unterschiedlichen Standorten aufgenommen worden sein, einmal vom Straßenrand, das andere Mal von der Straßenmitte aus. Unterschiedliche Wetterbedingungen und Lichtverhältnisse erschweren ebenfalls den Vergleich.

Erfolgreiche Tests auf Militärgelände

Das niederländische Verteidigungsministerium hat das Fahrzeug auf einem Militärgelände getestet. Es zeigte sich, dass es alle verdächtigen Gegenstände zuverlässig meldete. Das gelingt bis hin zur einsetzenden Dämmerung. "Die Bombenwarnung erfolgte jeweils so rechtzeitig, dass das Fahrzeug in sicherer Entfernung vom Sprengkörper anhalten konnte", so Silvester de Bruin, im Ministerium für technische Innovationen zuständig. Die niederländische Armee ist auch bei Auslandseinsätzen unter dem Dach der Vereinten Nationen aktiv.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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