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Südkoreaner bringen Autos das Laufen bei

Archivmeldung vom 14.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Hyundai
Bild: Hyundai

In Katastrophengebieten und bei unwegsamem Gelände könnte in der Zukunft ein Auto zum Einsatz kommen, das im entscheidenden Augenblick aufsteht und losläuft. Dabei kann es bis zu anderthalb Meter hohe Hindernisse überwinden. Ein solches Auto hat Hyundai jüngst auf der CES vorgestellt. Bislang gibt es allerdings nur eine Bodengruppe des Fahrzeugs, schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite: "Nach Naturkatastrophen und bei Unfällen in unwegsamem Gelände ist es wichtig, schnell zu handeln, um Menschenleben zu retten. Kritisch sind für die Suche nach Überlebenden die ersten 72 Stunden. Allerdings sind Sucheinsätze und Hilfsmittellieferung in betroffenen Regionen aus demselben Grund schwer zu bewerkstelligen: Unwegsamkeit und Gefährlichkeit des Geländes. Das letzte Stück der Strecke muss von den Rettungskräften zu Fuß überwunden werden. Deswegen kommt die Hilfe oftmals zu spät.

Diese Problematik hat den südkoreanischen Automobilhersteller Hyundai und das US-amerikanische Unternehmen für Produkt-Innovation Sundberg-Ferar dazu angeregt, das Automobilkonzept gründlich zu überdenken: Das Ergebnis ist ein Auto, das aufstehen und loslaufen kann, wenn die Umgebung es erfordert. Diese Innovation haben die Unternehmen auf der diesjährigen internationalen Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt.

Wegen seiner Fähigkeit, aufzustehen, trägt das Fahrzeug auch den Namen „Elevate“, was so viel wie „sich emporheben“ bedeutet. Durch die Beine soll der Roboter die besten Geländewagen an Wendigkeit übertreffen und so in Gebiete vordringen können, wohin selbst die nicht kommen.

Um zu zeigen, wie das geplante Lauf-Fahrzeug funktionieren soll, haben die Hersteller eine Animation erstellt:

Das ist allerdings noch eine Zukunftsvision, denn in der Gegenwart wurde bislang nur die Bodengruppe des Fahrzeugs in Miniaturform hergestellt. Ihr Können lässt aber Rückschlüsse auf das geplante Fahrzeug zu:

Gut zu sehen sind in der Demonstration die verschiedenen „Körperformen“, die das Fahrzeug in entsprechenden Situationen einnehmen kann. Dabei kann es sowohl den Gang von Säugetieren als auch den von Reptilien nachahmen. Für diese Flexibilität sorgen fünf Freiheitsgrade, über die die Roboterbeine verfügen. Ebenfalls zu sehen ist, wie es auf Erhöhungen klettern kann und dabei das Gleichgewicht hält, obgleich es nur auf Rädern und nicht auf festen Füßen steht. Diese Erhöhung soll beim Fahrzeug in Originalgröße bis zu anderthalb Meter betragen können, das Fahrzeug soll auch über Löcher dieser Breite hinwegschreiten können.

Aber auch in Alltagssituationen soll das Fahrzeug hilfreich sein. So kann es etwa behinderten Personen helfen, Hindernisse zu überwinden, beispielsweise eine Treppe zum Hauseingang, wenn keine Rampe verfügbar ist.

Ob und wann das Auto aber wirklich auf den Markt kommt, ist noch nicht klar. Der Automobilhersteller hat gegenüber der Tech-Nachrichtenwebseite „Digital Trends“ mitgeteilt, es handle sich derzeit noch um ein Forschungsprojekt."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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