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Forscher schalten Cyber-Schaben auf Autopilot

Archivmeldung vom 28.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Cyber-Schabe: biologischer Roboter in Aktion. Bild: ncsu.edu
Cyber-Schabe: biologischer Roboter in Aktion. Bild: ncsu.edu

Forscher der North Carolina (NC) State University haben ein neuartiges Steuerkonzept für Cyber-Schaben entwickelt, das diese automatisch einer vorher festgelegten Route folgen lässt. Wie die Wissenschaftler in einem aktuellen LiveScience-Bericht erläutern, greifen sie auf Microsofts Gesten- und Bewegungssteuerung Kinect zurück, um die kleinen mit speziellen elektronischen Interfaces ausgestatteten "Biobots" ferngesteuert auf fixe Bahnen zu lenken. Die Möglichkeit, auf Autopilot umzuschalten, ist dabei ein wichtiger Schritt zur Erreichung eines besonderen Ziels: Die ungemein robusten und wendigen Tiere sollen als intelligente Sensoren fungieren, um beispielsweise in zerstörten Gebäuden verschüttete Erdbebenopfer aufzuspüren.

"Schaben sind von Natur aus gewöhnt, sich auch auf schwierigem Terrain zu bewegen", zitiert LiveScience Alper Bozkurt, Assistenzprofessor für Computer- und Elektrotechnik an der NC State. Dieser naturgegebene Vorteil könne sich im Notfall - etwa bei Naturkatastrophen - als sehr hilfreich erweisen. "Die Vision unseres Projekts ist es, verschiedene Vermessungs- und Funkfrequenztechnologien zu integrieren, die es uns ermöglichen, eine kleine Gruppe von Schaben einzusetzen, um Katastrophenschauplätze zu erkunden", erklärt Bozkurt. "Das Autopilot-Programm würde dann die Insekten automatisch auf die effizientesten Routen schicken, die den Rettungskräften schnellstmöglich einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation verschaffen", so der Forscher.

Langjährige Forschungsarbeit

Für Bozkurt und sein Team ist die Einbeziehung des Autopilot-Features die konstante Fortsetzung einer langjährigen Forschungsarbeit. Bereits im September des Vorjahres sorgten dieselben Wissenschaftler mit einem Vorgängerprojekt für Schlagzeilen, bei dem es erstmals gelungen war, Madagaskar-Fauchschaben gezielt fernzusteuern. Die findigen Ingenieure hatten hierfür ein spezielles Chipsystem aus kommerziell verfügbaren Komponenten entwickelt, das den Tieren einfach "aufgesetzt" wird.

Im aktuell demonstrierten Nachfolgeprojekt wird das bestehende und bereits ausführlich getestete System nun um Microsofts Kinect-Bewegungssteuerungstechnologie ergänzt. Zweck der Übung: Durch die Integration der zusätzlichen Bauteile können die Forscher die Schaben nicht nur einfacher steuern, sondern es werden auch gleichzeitig die Überwachungsmöglichkeiten in Bezug auf die Effektivität der kleinen Helferchen deutlich verbessert.

Begehrte Schaben-Bots

In der wissenschaftlichen Forschung sind Schaben offenbar heiß begehrte Biobot-Kandidaten. Neben dem Team der NC State hat sich nämlich auch bereits Konkurrenz von US-Kollegen der Case Western Reserve University dazu aufgemacht, das Potenzial der widerstandsfähigen Insekten für Rettungseinsätze zu erkunden. Auch hier ist bereits ein wichtiger Durchbruch gelungen: Die Forscher haben es geschafft, einigen Cyber-Schaben eine kleine Biosprit-Zelle zu implantieren, die Zucker in Elektrizität umwandelt. Diese kann in weiterer Folge dazu verwendet werden, um auf dem Tier angebrachte Sensoren mit Energie zu versorgen.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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